VERWALTUNG

Büro- und Geschäftshaus, Großer Burstah
Hamburg

VERWALTUNG
Büro- und Geschäftshaus, Großer BurstahHamburg
Bauherr:BIG BAU Unternehmensgruppe, Kronshagen bei Kiel
Bruttogeschossfläche:4.700 m²
Fertigstellung:2011
Standort:Großer Burstah 42, Hamburg-Innenstadt
Zwischen Alster und Elbe, direkt hinter dem Rathaus und der Handelskammer, entsteht das neue Geschäftshaus im Großen Burstah mit hanseatischem Charme. Das Grundstück befindet sich in hervorragender Lage zentral in der Hamburger Innenstadt. An der Vorderseite des Gebäudes verläuft der Straßenzug Großer Burstah, rückseitig grenzt das Gebäude unmittelbar an das Mönkedammfleet. Bei der Neubebauung handelt es sich um ein achtgeschossiges Geschäftsgebäude mit einem Untergeschoss. Im Erdgeschossbereich ist überwiegend eine Einzelhandelsnutzung vorgesehen, in den Regelgeschossen und im Staffelgeschoss sind Büroflächen konzipiert. Die Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss verfügen über raumhohe Fensterfronten, die nach vorne zur belebten Straße reichen. Nach hinten bietet sich dem Besucher ein hanseatischer Blick auf das Fleet. Hohe Fensterfronten und lichtdurchflutete Räume prägen auch die insgesamt sieben Büroetagen des neuen Geschäftshauses. Dabei erlauben die Aufteilung und die Ausstattung der Flächen dem Nutzer vielfältige und individuelle Möglichkeiten der Gestaltung. Im Staffelgeschoss bietet sich eine imposante Aussicht auf die historische Speicherstadt und die Elbe. Von dem lang gezogenen Panorama-Balkon aus lässt sich diese besonders gut genießen. Die helle Natursteinfassade fügt sich elegant in die Umgebung ein. In dezenter Zweiteilung nimmt sie sowohl die Linienführung der historischen Kontorhäuser als auch typische Gestaltungselemente der umliegenden modernen Geschäftshäuser auf. Geschaffen wird damit eine direkte Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart – ein reizvoller Kontrast, der das Stadtbild im Ursprung Hamburgs prägt. Auf der Rückseite, zum Fleet hin, wurde nach dem Vorbild der Kontorhäuser eine klassische Ziegelfassade gewählt. Die langen und dünnen Formate der gewählten Ziegel, in Kombination mit den geradlinigen und auskragenden Fensteröffnungen, bilden eine zeitgenössische Interpretation der Kontorhäuser.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Rathaus „Stadthaus“ Buxtehude
Buxtehude

VERWALTUNG
Rathaus „Stadthaus“ BuxtehudeBuxtehude
Bauherr:Stadt Buxtehude
Bruttogeschossfläche:7.000 m²
Fertigstellung:2010
Standort:Bahnhofstrasse 7, Buxtehude
Die unterschiedlichen Sachbereiche der Stadtverwaltung Buxtehude waren lange Zeit in verschiedenen Gebäuden über die Stadt verteilt. Um die Verwaltung an einem Ort zu konzentrieren und ein repräsentatives Gebäude mit einem bürgerfreundlichen Konzept für das Bürgerbüro zu schaffen, fiel die Entscheidung, an zentraler Stelle in der Stadt einen Neubau zu errichten. Der neue Verwaltungssitz der Stadt Buxtehude entsteht auf dem innerstädtischen Grundstück Ecke Bahnhofstraße / Poststraße. Der Standort ist geprägt von der Einkaufs- und Geschäftsstraße Bahnhofstraße auf der einen und von dem Flusslauf der Este auf der anderen Seite. Ein in den Kreuzungsbereich auskragender viergeschossiger, ellipsenförmiger Baukörper markiert den Eingangsbereich und bildet das Gelenk zwischen dem verklinkerten Büroriegel an der Poststraße und dem in das Gebäudeensemble integrierten Altbau aus der Jahrhundertwende an der Bahnhofstraße. Die verschiedenen Sachgruppen der Stadtverwaltung Buxtehude sind in dem Büroriegel und im Altbau organisiert. Der ellipsenförmige Baukörper setzt sich durch den Luftraum des dreigeschossigen Eingangsfoyers vom restlichen Gebäude ab und bietet Platz für die öffentlichen Sonderfunktionen wie Bürgerbüro, Bürgermeisterbüro und einen großen Besprechungsraum im 3.Obergeschoss. Die Ellipse wird auch in der Fassade ablesbar als Sonderkörper dargestellt. Sie öffnet sich mit ihrer vollflächigen Verglasung zur Ecke Poststraße/ Bahnhofstraße, während die denkmalgeschützte verputzte Lochfassade des Altbaus mit ihren Stuckelementen geschlossen wirkt und auch die Klinkerfassade des Büroriegels mit den Holzfensterbändern die klar strukturierte Büroaufteilung im Gebäudeinneren wiedergibt.

Bildnachweis: Burkhard Katz, Hamburg

Rathaus Bordesholm
Bordesholm

VERWALTUNG
Rathaus BordesholmBordesholm
Bauherr:Gemeinde Bordesholm / BIG-Städtebau GmbH Treuhändischer Sanierungsträger, Kronshagen
Bruttogeschossfläche:4.000 m²
Fertigstellung:2010
Standort:Rathausplatz, Mühlenstrasse 7, Bordesholm
Den Auftrag für den Neubau des Rathauses Bordesholm in der LPH 1-5 erhielt PSP 2005 nach einem VOF Verfahren. Das Rathaus ist Mittelpunkt des Sanierungsgebiets „Ortszentrum Mühlenhof“. Bestehende Infrastruktur wie der Bahnhof wurden saniert. Die Erschließung des Rathauses erfolgt von Süden über den neu gestalteten Rathausplatz. Parkplätze befinden sich nördlich des Gebäudes Die Gemeinde Bordesholm benötigte einen neuen Verwaltungsbau mit Sondernutzungen auf einer Nettogrundfläche von 2.056m².Die Aufgabe war es eine in sich geschlossene Nutzungseinheit für die Amtsverwaltung zu konzipieren. Baulich sollte diese in einem Gesamtkomplex mit ergänzenden Nutzungen vereint werden. So entstand ein viergeschossiger Riegelbaukörper. Ein abgewinkelter, den Rathausplatz einfassender, zweigeschossiger Gebäudeteil ergänzt den Riegel. Der Haupteingang befindet sich in der Schnittstelle beider Gebäudekörper. Hier ist die Empfangshalle und die Haupterschließung. Als ergänzende Nutzung liegt das Standesamt im 1.OG des Hauptriegels. Für Besucher ist es über eine an den Arkaden angeordnete Freitreppe oder den Aufzug zu erreichen. So ist es unabhängig vom Verwaltungsbereich nutzbar. Im Erdgeschoss liegen weitere publikumsintensive Bereiche wie Sozialbüro, Amt für Bürgerdienste, Kasse, sowie Information, Besucher- und Behinderten-WC. Der Sitzungssaal liegt im Obergeschoss des abgewinkelten Baukörpers. Er wird über eine große Dachkuppel mit Tageslicht versorgt. Die Fassade ist als zweischaliges Mauerwerk mit einem rotbunten Verblendziegel aufgebaut. An der Brüstung des 3.OGs endet das Verblendmauerwerk und die Stützenbereiche zwischen den Fenstern sind mit wärmegedämmten Alupaneelen in der Farbe der Fenster verkleidet. So wirkt dieser Bereich als horizontales Band und bildet eine deutliche Trennung zum Dach. Zur Verschattung der Südfassade kragt das Dach um fast drei Meter aus. Als helle Betonscheibe scheint es über dem Gebäude zu schweben. Die südwestliche Gebäudeecke beherbergt Räume mit besonderer Nutzung und wird in der Fassade gestalterisch anders ausgeführt. Im Erdgeschoss befindet sich eine Passage und die darüber liegenden Geschosse erhalten eine durchgehende Ganzglas Systemfassade.

Bildnachweis: Birgit Schewe, Kiel

Neuer Mohnhof, Geschäfts- und Dienstleistungszentrum
Hamburg

SONDERBAUTEN
Neuer Mohnhof, Geschäfts- und DienstleistungszentrumHamburg
Bauherr:IPB Projektgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg
Bruttogeschossfläche:12.600 m²
Fertigstellung:2010
Standort:Sachsentor 58, Hamburg-Bergedorf
Das in den 70er Jahren errichtete Kaufhaus „penndorf“ stand leer und sollte wiederbelebt werden. Es bildet den Abschluss der bergedorfer Fußgängerzone Sachsentor und liegt an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt. PSP hat das Gebäude saniert und in Teilbereichen umgebaut. Geschossweise wurden ihm neue Nutzungen zugeführt. So werden heute die ersten beiden Geschosse wieder als Verkaufsflächen, jedoch in einem wesentlich kleineren Maßstab genutzt. Eine Praxisetage mit sechs verschiedenen Einheiten ist im 2. Obergeschoss angesiedelt. Belichtet werden die kleinteiligen Strukturen durch drei eingeschnittene Innenhöfe. Den Abschluss bildet ein Kindergarten im Dachgeschoss. Ein Drittel dieses Geschosses ist nicht bebaut und wird als Außenspielfläche genutzt. Die Kubatur des Gesamtkomplexes wurde erhalten und die architektonischen Elemente wie Erker und auskragende Bauteile in das neue Konzept integriert. Neu eingeschnittene Fenster sorgen für ausreichend Belichtung der Praxis-, Büro- und Kitaflächen. Eine aufgesetzte Lüftungszentrale nimmt Bezug zu den Dächern der umliegenden Gebäude. Eine Kombination von weißen Putzflächen, dem bestehenden Rotklinker und einer vorgehängten Leichtmetallfassade aus eloxiertem Aluminium gliedern den Gebäudekomplex. Die Strukturen werden beruhigt und der Komplex ist aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln als eine Einheit wahrnehmbar.

Bildnachweis: Burkhard Katz, Hamburg

Reedereigebäude Ahrenkiel
Hamburg

VERWALTUNG
Reedereigebäude AhrenkielHamburg
Bauherr:Reederei Christian F. Ahrenkiel GmbH & Co. KG, Hamburg
Bruttogeschossfläche:5.000 m²
Fertigstellung:2009
Standort:An der Alster 45, Hamburg
Das Gebäude ordnet sich in die vorhandene Struktur der Blockrandbebauung ein, wird aber durch die konsequent klassische Gebäudeästhetik zu einem städtebaulichen Zeichen. Typologisch knüpft der Bau nicht an den Archetyp des rationalen Verwaltungsbaus an, sondern versteht sich in der Tradition der Kontorhäuser. Daher bestimmen Funktionalität, Schlichtheit und Strenge das Ensemble. Eine klare Volumetrie verankert den Neubau im ästhetisch heterogenen Umfeld. Inspirierender Mittelpunkt ist das Foyer hinter dem Haupteingangsportal. Es dient als Schnittstelle für die Erschließung des Gebäudes. Die zwei lichtdurchfluteten Lufträume verbinden als Kommunikationsbereiche die Innenhöfe sowie die Geschosse. Die „Kommandobrücke“ liegt als eigenständiger, metallisch glänzender Körper auf der steinernen Kubatur. Ganzglasfassaden stellen Blickbeziehungen zwischen der Alster und St.Georg her. Zwei großzügige Terrassen erweitern den Raum zur Repräsentanz. Die Fassaden entwickeln sich aus den gleichen Prinzipien der Einfachheit und Bewegung wie die Baukörper. Der Wechsel von grauen bzw. weißen Steinflächen und großzügigen Verglasungen verleiht den klaren Gebäudekuben eine zurückhaltende Eleganz. Die tief eingeschnittenen Fenster und der Übergang zu den großen Verglasungen geben der Fassade eine interessante Plastizität und Lebendigkeit. Kleine architektonische Eingriffe an den bodentiefen Fenstern verbessern nicht nur die Belichtung, sondern finden darüber hinaus eine moderne, zeitgenössische Form für ein traditionelles Element der Architektur. Perfekte Details stehen nicht zuletzt für Solidität und Wertbeständigkeit. Die Arbeitsplätze verteilen sich auf Einzel-, Zweier-, Vierer- und Großraumbüros, die sich nach Bedarf gemäß dem Fassadenraster frei verändern lassen. Maßgeblich für die Qualität der Innenräume sind die „besonderen Orte“: kommunikative und halböffentliche Bereiche wie Terrassen, Lounge, Wintergarten, Meeting Points und Lichthöfe. Als „Sonnenflecken“ sorgen sie für eine einzigartige Atmosphäre im Gebäude. Besprechungsräume und Büros sind zu den Flurzonen hin transparent ausgebildet. Dadurch ergeben sich vielfältige Ein- und Ausblicke.

Bildnachweis: Klaus Frahm, Hamburg

HAC Hamburg America Center, Bürogebäude
HafenCity Hamburg

VERWALTUNG
HAC Hamburg America Center, BürogebäudeHafenCity Hamburg
Entwurf:RMP Richard Meier & Partners, New York
Bauherr:Hamburg-America-Center Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG
Bruttogeschossfläche:11.000 m²
Fertigstellung:2009
Der Arbeitsbereich von PSP lag hier in der Ausführungsplanung. Die Aufgabe bestand darin den Entwurf fachlich und baulich sauber umzusetzen. Das Gebäude liegt in der Hafencity am Sandtorkai in der Nähe der Magellanterrassen. Es hat 8 Geschosse und beinhaltet verschieden Nutzungen unter einem Dach. Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss befindet sich das eigentliche Hamburg America Centrum mit Seminarräumen, einem Vortragssaal, Coffee-Shop, Bibliothek und Konferenzbereichen. Aufgrund der Topographie ist das Erdgeschoss als Split Level konzipiert. Im eingegrabenen Teil befinden sich die zentralen Einrichtungen der Haustechnik und die sanitären Einrichtungen. Das Gebäude ist komplett unterkellert, hier befinden sich die notwendigen Stellplätze, sie sind auf mechanischen Einrichtungen angeordnet. Vom 2. Bis zum obersten 8. Obergeschoss werden Büroflächen mit variablen Aufteilungsmöglichkeiten angeboten. Eine innere Verbindungstreppe ermöglicht auch die Büronutzung über mehrere Geschosse. Im 8. Obergeschoss verfügen alle Mieter über eine Dachterrasse, welche einen traumhaften Blick über den Traditionsschiffhafen und auf die Elbphilharmonie bietet. Die Fassade ist als Ganzglas Systemfassade mit öffenbaren Flügeln konzipiert. Teilbereiche sind mit weißen Metallpaneelen verkleidet. Eine besondere Herausforderung in unserer Arbeit bestand darin die konstruktiven Anforderungen mit den präzisen Angaben des Entwurfsarchitekten zu vereinen. Nicht selten war es notwendig fünf bis sechs Gewerke an einem Detailpunkt zusammenzuführen, um die Ausführungsvorgaben zu erfüllen. Das Gebäude befindet sich bis zu einer Höhe von 7,5m üNN im hochwassergefährdeten Bereich. Entsprechende Schutzmaßnahmen sind in den Fassadenbereichen auf der Nordseite und Ostseite durch eine druckfeste Verglasung und Dammbalkensysteme getroffen.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

ICP International Coffee Plaza, Bürokomplex
HafenCity Hamburg

VERWALTUNG
ICP International Coffee Plaza, BürokomplexHafenCity Hamburg
Entwurf:RMP Richard Meier & Partners, New York
Bauherr:Am Sandtorpark GmbH & Co. KG und Entwicklungsgesellschaft „Sandtorpark Gebäude Nord“ mbH & Co. KG, Hamburg sowie Entwicklungsgesellschaft „Sandtorpark Gebäude Süd“ mbH & Co. KG, Hamburg
Bruttogeschossfläche:28.000 m²
Fertigstellung:2009
Der Arbeitsbereich von PSP lag hier in der Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung. Die Aufgabe bestand darin den Entwurf von Richard Meier fachlich und baulich sauber umzusetzen. Das Objekt ist Teil der International Coffee Plaza, Am Sandtorpark, in der HafenCity Hamburg. Das Ensemble besteht aus dem Turm, dem Gebäude Nord und dem Gebäude Süd. Der Turm mit seinen 13 oberirdischen Geschossen bildet das Herzstück dieser Anlage. Der Turm wird über eine repräsentative, zweigeschossige Eingangshalle betreten. Diese dient gleichzeitig als Aufzugslobby. Das Erdgeschoss ist für eine Restaurantnutzung vorgesehen. Dessen Erschließung erfolgt völlig separat von den Obergeschossen. Die Nutzung ist in den Obergeschossen für Büroarbeit vorgesehen. Die Mietflächen können in Einzelbüros aufgeteilt, aber ebenso als Kombibüros oder als Großraum genutzt werden. Die Fassaden sind als Glas-/Metallfassaden, mit geschosshohen Verglasungen in den Bürozonen konzipiert Als Sonnenschutz dienen vertikal angeordnete Glaslamellen vor den Fenstern. Die Ostseite ist mit einer Doppelfassade versehen. Hier erfolgt der Sonnenschutz über zwischen den Fassadenebenen angeordneten elektromotorisch betriebenen Raffstoreanlagen. Alle drei Gebäude sind über eine Tiefgarage miteinander verbunden. Eine besondere Herausforderung in unserer Arbeit bestand darin die konstruktiven Anforderungen mit den präzisen Angaben des Entwurfsarchitekten zu vereinen.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Commercial Bank of Ethopia
Addis Abeba

VERWALTUNG
Commercial Bank of EthopiaAddis Abeba
Bauherr:Commercial Bank of Ethopia
Bruttogeschossfläche:98.000 m²
Bearbeitungszeitraum:Oktober 2009
Standort:Addis Abeba, Äthiopien
Begrenzt offener, internationaler Wettbewerb mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren
Die staatseigene Commercial Bank of Ethiopia hat mehrere Filialen in Äthiopien und plante ein „grünes Gebäude“ als Hauptsitz im zentralen Geschäftsviertel von Addis Abeba. Das Gebäude soll dazu dienen, Funktionen zu zentralisieren, höchste Effizienz zu erreichen und mehrere Nutzungen (Konferenzzentrum, Shopping Mall, öffentliche Einrichtungen und Büroflächen) in einem Gebäudekomplex vereinen. Das Gebäude soll sich nach außen wenden und ein lebendiges Leben auf der Straße fördern. Der Entwurf sieht einen 35 Geschosse hohen Turm oberhalb einer 5-geschossigen Basis mit Commercial Center, Servicebereichen und 3-geschossiger Tiefgarage vor. Der Turm ist je Geschoss in 2 Bereiche unterteilt, die getrennt voneinander genutzt werden können und sich in Dreiecksform um ein Atrium schliessen. Dreigeschossige Terrassen bieten Durch- und Ausblicke in die Landschaft und über die Stadt und erlauben eine Querlüftung des Atriums. Durch die Dreiecksform entsteht ein eSüdfassade die mit Photovoltaikelelmenten belegt ist , die anderen beiden so entstehenden Nord-West und Nord-Ostfassaden diene der Minimierung des Sonneneintrages in das Gebäude. Die abgerundeten Ecken des Turmes dienen der Optimierung der Windlast. Die gesamten Fassaden sind mit einem doppelten Fassadensystem zur Belüftung und Nachauskühlung versehen, die über Öffnungen in den Atriumfassaden eine Querlüftung ermöglicht. Die Flächen der Commercial Bank of Ethiopia sind auf mehreren Ebenen untergebracht, so dass die Fläche beliebig nach oben und auf die angrenzende zweite Hälfte erweiterbar ist. Dies ermöglicht größtmögliche Flexibilität. Die restlichen Etagen des Turmes sind externen Büronutzungen zugeordnet. In 125m Höhe thront ein Restaurant mit spektakulären Ausblicken über die Stadt. Die Basisgeschosse sind mit Nutzungen belegt, die eine Belebung des Gebäudes und damit der öffentlichen Flächen vor dem Gebäude auch in den Abendstunden durch Shopping Mall, Kongresszentrum, Fitnessclub, Ausstellungsflächen und Trainingsbereiche gewährleitet, was ein Wunsch des Auslobers war. Es entsteht ein neuer urbaner Treffpunkt in Addis Abeba.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

medac Bürogebäude
Wedel

VERWALTUNG
medac BürogebäudeWedel
Bauherr:medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH, Wedel
Bruttogeschossfläche:4.000 m²
Fertigstellung:2007
Standort:Rosengarten 25, Wedel bei Hamburg
Der Neubau ist Teil eines innerstädtischen Gesamtkomplexes, der bereits in den Jahren 1999 (Hauptgebäude) und 2002/2003 (Erweiterungsbauten 2.BA/3.BA) als Forschungs- und Laborgebäude durch uns in Wedel erstellt wurde. Das Solitärgebäude am Rosengarten 25 wird durch das Pharmaunternehmen medac (Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH) als Verwaltungsgebäude genutzt und ist fußläufig vom Hauptgebäude an der Theaterstraße erreichbar. Bestehend aus vier oberirdischen und einem unterirdischen Geschoss verfügt das Gebäude über Gesamtmaße von etwa 50 x 18 Metern. Das Untergeschoss wird mit Hilfe von Parkpaletten zweigeschossig als Tiefgarage genutzt. Durch Staffelung und Auskragung der oberen Geschossriegel erhält das Bauwerk eine charakteristische Kubatur: An den Längsseiten staffeln sich das zweite und dritte Obergeschoss so zurück, dass begehbare Dachterrassen entstehen. Am südlichen und nördlichen Giebel kragt der oberste Geschossriegel jeweils weit aus. Als strukturbildendes Element wird das Gebäude durch eine pergolaförmige Rahmenkonstruktion eingefasst. Die Büroflächen sind weitgehend als Zwei- oder Dreiachs-Räume definiert. Bei den Büroeinheiten handelt es sich größtenteils um Einzelbüros. Zur Strukturierung der einzelnen Bereiche wurde ein raumhohes Glas-Trennwandsystem eingesetzt. Außerdem dienen mittig in die gläserne Bürotrennwand integrierte Aktenschrankelemente der räumlichen Trennung. Aufgrund der gestaffelten Gebäudekubatur verfügen die Büroräume in den beiden obersten Geschossen auf den gesamten Längsseiten über direkten Zugang zur Außenterrasse. Im obersten, dritten Geschoss befindet sich der größte Besprechungsraum des Hauses. Im ca. 6 Meter auskragenden Gebäudeteil auf der Südseite positioniert, schwebt dieser Raum über dem Haupteingang und dem gesamten Straßenraum und gewährt somit interessante Ausblicke über die Stadt bis hin zur Elbe. Im Boden der auskragenden Geschossdecke wurde jeweils eine quadratische Aussparung (ca. 70 x 70 cm) in den beiden Raumecken eingefügt. Durch eine Doppelglasscheibe bietet sich dem Betrachter ein vertikaler Durchblick, welcher 10 Meter tief bis auf den Vorplatz des Gebäudes reicht. Die Fassade des Stahlbeton-Skelettbaus korrespondiert mit der Pfosten-Riegel-Konstruktion des Hauptsitzes an der Wedeler Theaterstraße. Stehende Formate wechseln sich als geschlossene, teils verglaste und blau eingefärbte Elemente in unregelmäßiger Folge ab.

Bildnachweis: Achim van Gerven, Hamburg

Berenberg Bank Eingang
Hamburg

VERWALTUNG
Berenberg Bank EingangHamburg
 

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Norddeutsche Landesbank (Umbau und Sanierung)
Braunschweig

VERWALTUNG
Norddeutsche Landesbank (Umbau und Sanierung)Braunschweig
Bauherr:Nord/LB Norddeutsche Landesbank, Braunschweig
Bruttogeschossfläche:11.400 m²
Fertigstellung:2005
Stanort:Dankwardstrasse 1, Braunschweig
In 18 Monaten Bauzeit wurde das 1891-94 vom herzoglichen Baurat Ernst Wiehe im neugotischen Stil, unter Einbeziehung von Teilen des benachbarten ehemaligen Paulinerklosters, erbaute „neue Leihaus“ generalüberholt und durch den Neubau der 3-geschossigen, elliptischen Kundenhalle im früheren Innenhof zur Bezirksregierung erweitert. Die äußere, unter Denkmalschutz stehende Fassade wurde saniert, das Gebäudeinnere großflächig geöffnet. Der lichte Eingang und die beschwingte Wellendecke sind architektonischer Auftakt zur 3-geschossigen offenen Halle mit elliptischen Deckenöffnungen und angegliederten offenen Galerien im 1. und 2. Obergeschoss. Der elliptische, „steinerne „Marktplatz“ im Erdgeschoss ist die neue Mitte für die Kunden, vielfältige Veranstaltungen wie Empfang, Grundstücksbörse, kleine Konzerte usw., flexibel auf Zukunft angelegt nutzbar. Die vertikale Erschließung in der Ellipse ist deutlich ablesbar durch das raumbildende Element Wendeltreppe bestehend aus einem Öl-Pipeline-Rohr mit angeschweißten, gefalteten Stahlstufen und gläserner Brüstung zu den Geschossen. Den oberen Abschluss bildet das elliptische Glasdach, 22x30m, als hängende Seilnetzkonstruktion mit rahmenloser Verglasung, das die Außenwelt auch innen spürbar macht (man sieht Sonne, vorbeiziehende Wolken und damit Schatten, hört leicht den Regen wie auf einem Marktplatz).

Bildnachweis: Klemens Ortmeyer, Hannover

Bürogebäude Glockengießerwall
Hamburg

VERWALTUNG
Bürogebäude GlockengießerwallHamburg
Bauherr:IVG Immobilien AG, Hamburg
Bruttogeschossfläche: 3.500 m²
Fertigstellung:2003
Standort:Glockengießerwall 19, Hamburg-Innenstadt
Das achtgeschossige Verwaltungsgebäude besetzt eine Prominente Ecke im Herzen der Hamburger Innenstadt. Gegenüber liegt die Kunsthalle, fußläufig sind Hauptbahnhof und Alster zu erreichen. Das Gebäudevolumen ist durch den Einsatz verschiedener Fassadentypen strukturiert und fügt sich in die kleinteilig gegliederte Gebäudestruktur der Innenstadt ein. Ein Arkadengang im Erdgeschoss  gibt dem Gebäude zudem eine horizontale Gliederung. Die  Gebäudeecke ist als Doppelfassade ausgeführt. Die Fenster sind in lackiertem Holz hergestellt und geben dem Gebäude eine besondere Farbigkeit. Als Wärme- und Schallschutz liegt davor eine Glasfassade mit farbigen Aluprofilen. Im Anschluss befindet sich beidseitig ein Baukörper aus massivem Naturstein. Hier sind die Fenster aus Schallschutzgründen als Kastenfenster ausgebildet. Der Glasbaukörper überragt die Natursteinfassaden um ein Geschoss. Er wirkt wie ein dazwischen geschobener Baukörper und unterstützt die kleinteilige Gliederung des Gebäudevolumens.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

medac Forschungs- und Laborgebäude
Wedel

FORSCHUNG | INDUSTRIE
medac Forschungs- und LaborgebäudeWedel
Bauherr:medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH, Wedel
Bruttogeschossfläche:gesamt: 22.000 m²
Fertigstellung:1999, Erweiterung 2./3. BA: 2002 / 2003
Standort:Theaterstrasse 6, Wedel bei Hamburg
Die Stadt Wedel in Schleswig-Holstein stellte der Firma medac im Jahre 1997 ein Baugrundstück im ‚Herzen der Stadt’ zur Verfügung. Das ehemals am Hamburger Jungfernstieg gegründete Pharmaunternehmen suchte für seinen wachsenden Betrieb zu jener Zeit ein Grundstück, um ein repräsentatives Gebäude als Firmensitz entstehen zu lassen. Hierfür gab es einen eingeladenen Wettbewerb gemeinsam mit fünf renommierten deutschen Architekturbüros. Der außergewöhnliche Reiz der Entwurfsaufgabe lag einerseits darin, die unterschiedlichen Nutzungen (Logistik, Hochregallager, Konfektionierung, Kommissionierung, Labor, Versand und Administration) mit den entsprechenden Gebäudeanforderungen zu vereinen. Andererseits ging es darum, auf einem innerstädtischen Gelände innerhalb eines Wohngebietes ein Labor- und Produktionsgebäude so zu integrieren, dass es nicht als Fremdkörper dastehen, sondern sich in die Umgebung einfügen und die Gesamtsituation städtebaulich und architektonisch aufwerten würde. Vor diesem Hintergrund wurde in enger Abstimmung mit dem Nutzer zunächst eine Analyse der Produktionsabläufe durchgeführt, um eine kompakte und funktionale Anordnung der unterschiedlichen Bereiche zu erzielen. So entstand der Breitfuß des Gebäudes, in dem Produktion und Lager untergebracht sind. Das Hochregallager ist in die Erde eingelassen, so dass das Stadtbild nicht beeinträchtigt wird und die Ware auf kürzestem Wege ein- und ausgebracht werden kann. Repräsentativ gestaltet sich der Eingangsbereich. Dieser ist klar gekennzeichnet durch eine fünfgeschossige, verglaste Eingangshalle, deren Wirkung durch ein auskragendes, transparentes Stahlvordach und 20 Meter hohe, freistehende Stützen verstärkt wird. Innerhalb des Gebäudes wurden bewusst an hochfrequentierten Wegkreuzungen offene Kommunikationsplätze wie Teeküchen, Teamräume, die Kantine oder auch öffentliche Dachterrassen positioniert. Die Fassade, eine Pfosten-Riegel-Konstruktion, unterliegt einem strengen Ausbauraster. Durch die konstruktive Idee, das tragende Skelett von der Rohbaukante zurückzusetzen, ergab sich die Möglichkeit, dieses Raster durch vorgehängte farbige Gläser unterschiedlicher Höhe auf spielerische Weise optisch zu durchbrechen. Einen weiteren Höhepunkt des Gebäudes stellt der Übergang zum Erweiterungsbau im Staffelgeschoss dar. Um die Schnittstelle vom ersten zum zweiten Bauabschnitt deutlich spürbar zu machen, wurde eine Erlebnisbrücke gestaltet. Der gläserne Verbindungsgang wird umsäumt von ‚Lichtgras’. Diese für das Bauvorhaben speziell entwickelte Beleuchtungstechnik setzt sich aus unterschiedlich langen Lichthalmen zusammen, deren feine Acrylglasrohre ihr Licht rhythmisch in acht verschiedene Farbtöne verändern.

Bildnachweis: Dirk Robbers, Hamburg

Bürogebäude Goldbekplatz
Hamburg

VERWALTUNG
Bürogebäude GoldbekplatzHamburg
Bauherr:GbR Goldbekplatz 3, Hamburg
Bruttogeschossfläche:6.000 m²
Fertigstellung:2002
Standort:Goldbekplatz 3, Hamburg-Winterhude
Das Grundstück liegt direkt am Goldbekkanal, umgeben von der gründerzeitlichen Wohnbebauung Winterhudes. Die Idee war es, den Stadtteil ans Wasser heranzuführen und das Gebäude als Ankerpunkt dafür zu nutzen. So war ursprünglich eine Passage durch das Gebäude zum Kanal und dort ein Spazierweg vorgesehen. Nach Abstimmungen mit den Behörden resultieren aus dieser Grundidee die heutige Sitzecke am Wasser und die transparente Fassadengestaltung. Das viergeschossige Bürogebäude ist in zwei Baukörper gegliedert. Zwischen ihnen liegt die vertikale Erschließung. Sie führt hinunter in die Tiefgarage und endet oben unter einem runden Dach, welches das Entree zur aussichtsreichen Dachterrasse bildet. Ein Baukörper grenzt direkt an die ehemalige Fabrik an. Er nimmt ihre Kubatur auf und setzt ihre massive Wirkung in der Lochfassade fort. Rot eingefärbte Sperrholzplatten aus dem Schiffsbau vermitteln zum Mauerwerk der bestehenden Bebauung. Die anschließende Eckbebauung setzt sich in ihrer Anmutung deutlich vom Bestand ab. Das Gebäude springt zurück und erstreckt sich parallel zum Kanal. Die moderne Ausprägung dieses Baukörpers wird durch die außenliegenden Stützen im Erdgeschoss und das zurückspringende Staffelgeschoss unterstützt. Das auf dem gläsernen Staffelgeschoss liegende Dach scheint nahezu zu schweben. Der gesamte Gebäudeteil wirkt leicht, fast immateriell. Die sich wiederholende Verwendung von Holz und Glas unterstützt die Wahrnehmung beider Einheiten als ein Ensemble. Holz, in Form von Sperrholzplatten, steht bei dem vermittelnden Baukörper im Vordergrund. Bei der Eckbebauung ist das Verhältnis von Holz und Glas entgegengesetzt. Der Stahlbetonskelettbau ist von einer Stahl-Glasfassade umhüllt; die Teilausfachungen sind als horizontale Bänder in den wiederkehrenden, rot eingefärbten Sperrholzplatten ausgeführt. Bodentiefe Fenster öffnen die Büros zur Umgebung, dabei bieten Öffnungsflügel aus Holz die Möglichkeit zur natürlichen Lüftung. In fünf Glaserkern zur Kanalseite steht man über dem Wasser und kann den Ausblick entlang des Kanallaufes genießen. Markant ist die Scharfkantigkeit beider Baukörper durch die präzise Entwicklung und Ausführung der Details aus einer Hand.

Bildnachweis: Manfred Schulze-Alex, Hamburg

Verwaltungsbau LBS Zentrale
Hannover

VERWALTUNG
Verwaltungsbau LBS ZentraleHannover
Bauherr:LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover
Bruttogeschossfläche: 27.000 m²
Fertigstellung:2001
Standort:Kattenbrookstrift 33, Hannover-Bemerode
Vom Bauherrn wurde ein innovatives, zukunftsweisendes neues Bürogebäude im Sinne des EXPO-Mottos „Mensch, Natur, Technik“ im Jahr 2000 gewünscht. Unter einem durchgängigen 175 x 40 Meter großen Glasdach und mittels einer ebenso langen, 18 Meter hohen Glaswand zur Hauptverkehrsstraße abgegrenzt, sind vier baugleiche viergeschossige Häuser mit 500 Büroarbeitsplätzen angeordnet. Als Kopfbau dient ein schmaleres Haus mit den Sonderfunktionen Vorstand, Konferenz, Besucherberatung und Bistro. Die Grünhöfe zwischen den Häusern sind mit unterschiedlichen Themen gartenarchitektonisch gestaltet. Sie sind unbeheizt, werden aber auch im Winter nicht kälter als ca. 10 °C und bewirken durch diesen Wärmepuffer, dass alle Büroräume ohne Heizung auskommen.

Bildnachweis: Klemens Ortmeyer, Hannover

Verwaltungsgebäude ORGA Smart Card Center
Flintbek

VERWALTUNG
Verwaltungsgebäude ORGA Smart Card CenterFlintbek
Bauherr:ORGA Kartensysteme GmbH, Flintbek
Bruttogeschossfläche:23.000 m²
Fertigstellung:2001
Standort:Konrad-Zuse-Ring 1, Flintbek bei Kiel
Die Firma ORGA Kartensysteme GmbH zählt zu den internationalen Marktführern bei der Herstellung und dem Vertrieb von Smart Card Systemen. Die schleswig-holsteinische Niederlassung in Flintbek bei Kiel besteht aus einem Administrationsgebäude und einer Produktionshalle. Das Administrationsgebäude verfügt über eine Fläche von ca. 5.200 m2, die auf vier Geschosse verteilt ist und 185 Mitarbeitern Platz bietet. Als Zweibundanlage konzipiert, wird es von einer Holz-Aluminium-Fassade mit einer nahezu geschlossenen Verglasung und blauen Alu-Paneelen geprägt. Im benachbarten Produktionsbereich sind zwei je 1.700 m2 große Hallen durch eine Mittelspange verbunden worden. Alle Räume sind voll klimatisiert und größtenteils nach Reinraumklasse 100.000 ausgestattet.

Informatikzentrum TU Braunschweig
Braunschweig

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Informatikzentrum TU BraunschweigBraunschweig
Auftraggeber:Staatliches Baumanagement Braunschweig
Bruttogeschossfläche:11.000 m²
Fertigstellung:2001
Standort:Mühlenpfordtstraße 23, Braunschweig
In einem Gutachterverfahren entstand die Konzeption des Forschungs- und Verwaltungsgebäudes des Informatikzentrums der TU Braunschweig. Das Grundstück liegt im Norden der Stadt und schließt das Unigelände ab. Im Anbau an ein Hochhaus wird die städtebaulich prägnante Ecke mit dem Neubau geschlossen. Das Hochhaus wurde in den 70er Jahren ebenfalls von PSP nach einem Wettbewerbsgewinn gebaut. Es bildet den ersten Bauabschnitt von drei geplanten Gebäuden. Der kompakte Baukörper erstreckt sich über sechs Geschosse. Die Büros sind als Einbund konzipiert und umschließen ein innenliegendes, überdachtes Atrium. In den unteren Geschossen befinden sich Werkstätten und Labore, in den oberen Geschossen sind die Büros angeordnet. Die Fassade ist klar gegliedert. Eine Aluminium Pfosten Riegel Konstruktion nimmt die als Band ausgebildeten Fenster auf. Brüstungen und Stürze sind mit eingefärbtem Glas verkleidet. Der Sonnen- und Blendschutz wird über außenliegende Markisen hergestellt. Das oberste Geschoss setzt sich vom Gebäude ab, es ist als Staffel ausgebildet. Es wird komplett verglast und erhält als Sonnenschutz auskragende horizontale Lamellen. Das gesamte Gebäude ist in seinem Energieverbrauch optimiert. Einen großen Teil trägt dazu das Atrium bei. Es funktioniert im Winter als Wärmepuffer, die angrenzenden Büros werden über das Atrium beheizt. Im Sommer dient das Atrium dem natürlichen Luftaustausch. In einem Teil der Westfassade wird der Einsatz einer elektrochromen Verglasung zum Sonnenschutz erprobt. Zudem wird die Beleuchtung der Arbeitsplätze wird über die Gebäudeautomation abhängig vom Tageslicht gesteuert. Das Informatikzentrum überprüft diese Maßnahmen zur Energieoptimierung in einem Monitorverfahren und verfeinert diese durch die Auswertung der erzielten Meßergebnisse.

Bildnachweis: TU Braunschweig / Klemens Ortmeyer