Erweiterung Heinrich-Heine-Gymnasium
Hamburg-Poppenbüttel

SONDERBAUTEN
Erweiterung Heinrich-Heine-GymnasiumHamburg-Poppenbüttel
Gebäudeart:Schulbau
Bauherr:Schulbau Hamburg
Bruttogeschossfläche, gesamt:1.200 m²
Fertigstellung (geplant):2019
Mit dem Anbau an die bestehende Sporthalle soll der seit Jahren bestehenden räumlichen Unterversorgung entgegengewirkt werden. Der Anbau kann mit der vorhandenen Sporthalle zu einer 2-Feld-Sporthalle verbunden werden und wird darüber hinaus mit Ganztagsflächen und Unterrichtsräumen mit Differenzierungsfläche geplant. Dadurch ist die Sporthalle multifunktional auch als Aula mit Bühne und Backstage nutzbar. Vom nordwestlichen Haupteingang gibt es zwei Zugänge, die eine Teilung der unabhängigen Nutzung durch den Schulbetrieb und externer Sportvereine zulassen. So wird über den Haupteingang direkt das Foyer erreicht, welches als interner Verteiler zu den Klassenräumen, den Ganztagsraum, der Bühne und dem Schulsport fungiert. Gleichzeitig übernimmt das Foyer die Funktion des vorgelagerten Aufenthalts im Rahmen von Schulveranstaltungen wie Zeugnisvergaben und Theateraufführungen, die in der multifunktionalen Sporthalle stattfinden sollen. Das Foyer ist mit einem großen Oberlicht geplant, welches den Raum lichtdurchflutet und bietet neben der Funktion des vorgelagerten Aufenthalts auch Raum als Pausenfläche für die Schüler. Über die räumliche Erweiterung hinaus soll der Zugang zum Schulgelände vom „Poppenbütteler Berg“ aufgewertet werden. Dabei entsteht durch den Anbau mit den nördlich angeordneten Klassen- und Ganztagsräumen eine Adressbildung, die den Zugang zu einer Ergänzung der Haupterschließung des Schulcampus von der Harksheider Straße aufwertet.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Porsche Erweiterung Werk 4
Stuttgart-Zuffenhausen

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Porsche Erweiterung Werk 4 Stuttgart-Zuffenhausen
Gebäudeart:Produktions- und Logistikgebäude
Bauherr:Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG
Bruttogeschossfläche:30.000 m²
Standort:Stuttgart-Zuffenhausen
Die Porsche AG beabsichtigt im Rahmen der Werksentwicklung für die Produktionserweiterung am Standort Zuffenhausen die Erweiterung des bestehenden Motorenproduktionsgebäudes. Die Werkserweiterung dient der Integration eines neuen Fahrzeuges, Projekt „Mission E“. Neben der Umbaumaßnahmen, bzw. Nutzungsänderung soll eine Erweiterung für Produktions- und Logistikflächen und ein angrenzender Neubau mit einem Wareneingang, weiteren Lager-, Logistik-, Büro- und Sozialflächen sowie ein Hochregallager mit Kleinteilelager errichtet werden. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure

Lehrsaalgebäude für die Bundeswehr
Hamburg

SONDERBAUTEN
Lehrsaalgebäude für die BundeswehrHamburg
Gebäudeart:Schulgebäude
Bauherr:Deutsche Bundeswehr
Bruttogeschossfläche, gesamt:5.100 m²
Fertigstellung:2016
Das Lehrsaalgebäude liegt städtebaulich auf einer zentralen Erschließungsachse mit weiteren Gebäuden des Stützpunktes. 21 Ausbildungsräume sind auf drei Geschosse verteilt. Neben dem Eingang liegt der Hörsaal mit ansteigender Bestuhlung. Nebennutzflächen, Verwaltung und eine Fachbibliothek mit Magazin ergänzen das Erdgeschoss. Das Gebäude ist als Riegelbau ausgebildet. Der Hörsaal schiebt sich nach außen und akzentuiert den zentralen Eingang. Ihm gegenüber liegt der Eingang zur Bibliothek. Buntes Verblendmauerwerk wird im Zentrum um den Hörsaal und im Eingangsbereich durch Metallpaneele und Glaselemente unterbrochen. Der Hörsaal erhält eine Verkleidung aus Metallschindeln, diese Anmutung zieht sich in den Innenraum weiter und lässt ihn wie einen eigenständigen Baukörper wirken. Nischen vor den zu vierergruppen zusammengefassten Ausbildungsräumen strukturieren die 50m langen Flure. Ein durchgehendes Farbkonzept mit den Themen Land, Sand, Gras und wenige sich wiederholende Materialien verbinden das Gebäude zu einer homogenen Einheit. Das Lehrsaalgebäude wird Ende 2017 fertig gestellt.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure

Rettungsübungshalle für die Bundeswehr
Deutschland

SONDERBAUTEN
Rettungsübungshalle für die BundeswehrDeutschland
Gebäudeart:Schulgebäude / Schwimmhalle
Bauherr:Deutsche Bundeswehr
Bruttogeschossfläche, gesamt:2.700 m²
Fertigstellung:2016
Die Rettungsübungshalle wird von Marinesoldaten zur Ausbildung und zum Training genutzt. Hier werden Einsätze auf hoher See geübt. Dafür können bis zu 1m hohe Wellen mit einem Wellenball erzeugt werden, es gibt eine Bordwand und einen Turm zur Befestigung einer Rettungsrutsche. Ein Sportbecken in den Abmessungen 25m x 12,5m mit einem Sprungbereich steht zur Verfügung. Angegliedert ist ein Raum für die Aufbewahrung der Rettungsinsel. Für den Transport der Insel und des Wellenballs ist eine Kranbahn an der Decke montiert. Nebennutzflächen ergänzen das Erdgeschoss. Die gesamte Schwimmbad- und Haustechnik ist im Untergeschoss angeordnet. Im Obergeschoss befinden sich Umkleideräume, Duschen und eine Zuschauergalerie. Der Planungsauftrag ging aus einem VOF Verfahren hervor. PSP entwickelte einen funktionalen Baukörper in strenger Kubatur. Geschlossene Flächen aus buntem Verblendmauerwerk stehen im Wechsel zu eloxierten Metallpaneelen und verglasten Öffnungen. Ein Klinkerspiel über dem Haupteingang in Form einer Welle deutet die Nutzung des Gebäudes an. Der Eingangsbereich wird von dem auskragenden Obergeschoss akzentuiert. Der Lagerbereich und Nebennutzflächen schieben sich am Haupteingang eingeschossig unter dem massiven Baukörper hervor. Der erhöhte Bereich über dem Sprungturm unterstützt die horizontale Gliederung des Gebäudes. Oberlichtbänder versorgen die Halle mit Tageslicht. Die Nordfasssade erhält ein Fensterband zur Belichtung und ermöglicht damit einen Außenraumbezug während des Trainings.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

AUDI Fahrzeugwerk
San José Chiapa, Mexiko

FORSCHUNG | INDUSTRIE
AUDI FahrzeugwerkSan José Chiapa, Mexiko
Gebäudeart:Neubau eines Fahrzeugwerkes für die Automobilindustrie
Bauherr:AUDI AG, Ingolstadt / Volkswagen AG, Wolfsburg
Fertigstellung:2016
Standort:San José Chiapa, Mexiko
Der Neubau des Fahrzeugwerks für die Produktion des Audi Q5 ist für eine Jahresproduktion von 150.000 Einheiten für den Weltmarkt vorgesehen. Als Standort wurde ein Areal in der näheren Umgebung der Stadt San Jose Chiapa im Staat Puebla gewählt. Der Bauzeitraum begann im Mai 2013 mit den Gebäuden für die Lackiererei, Medienzentrale. Neben den Flächen zur logistischen Ver- und Entsorgung wie Inbound und Outbound umfasst das Werk die Produktionslinien Karosseriebau, Lackiererei, Presswerk und Montage. Zudem befinden sich im Werk noch ein Gebäude für die Spine und die Medienzentrale. Südlich des Werks sind ein Zuliefererpark sowie eine Container-Abstellfläche entstanden. Weiterhin waren verschiedene Nebengebäude (Tankstelle,  Wachen, Feuerwache, Entsorgungszentrum, usw.) für den Betrieb des Werks erforderlich.

Bildnachweis: AUDI AG

Unterkunftsgebäude für die Bundeswehr
Deutschland

HOTELS | WOHNEN
Unterkunftsgebäude für die BundeswehrDeutschland
Gebäudeart:Unterkunftsgebäude
Bauherr:Deutsche Bundeswehr
Bruttogeschossfläche, gesamt:3.300 m² je Gebäude
Fertigstellung:2016
Die zwei Unterkunftsgebäude, mit jeweils 80 Wohneinheiten, bilden den Auftakt der zentralen Erschließungsachse eines Erweiterungsgeländes auf dem Stützpunkt. Direkt gegenüber liegt das Lehrsaalgebäude, das von den Bewohnern genutzt wird. Der Versatz in der Gebäudemitte bricht die Länge von 70m und betont den zentralen Eingang. Zugleich wird durch die entstehende Auskragung der Eingangsbereich überdacht. Das Haupttreppenhaus liegt neben der Erschließungsachse, so dass optische Bezüge zum zweiten Unterkunftsgebäude und Lehrsaalgebäude frei bleiben. Bodentiefe Fenster belichten die innenliegenden Flure und bieten eine gute Orientierung im Gebäude. Eine mittig angeordnete Aufweitung bricht die Flurlänge und bietet zugleich Raum zur Kommunikation. Die hier angeordneten Teeküchen erhalten eine Glasfassade und bieten wiederum Verknüpfungspunkte mit der Umgebung. Die gleichmäßig angeordneten Lochfenster der Unterkunftsräume werden optisch zusammengefasst. Schichtstoffpaneele jeweils zwischen zwei Fenstern, über die Geschosse versetzt angeordnet, brechen die strenge Fassadenanmutung. Im Eingangsbereich wiederholt sich diese Materialität und wird bis ins Foyer hereingezogen. Die Nebenräume im Erdgeschoss werden über Oberlichtbänder belichtet. Die mittig auf dem Gebäude liegende Lüftungszentrale erhält eine Verkleidung aus gedämmtem Profilglas. Nach Fertigstellung dieser Gebäude wurde der Auftrag durch den Neubau zwei weiterer Unterkunftsgebäude in direkter Nachbarschaft ergänzt. Diese befinden sich derzeit in der Planung.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung
Hamburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
ZAL Zentrum für Angewandte LuftfahrtforschungHamburg
Bauherr:FAP First Aviation Property Development Verwaltungsgesellschaft mbH / ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH, Hamburg
Bruttogeschossfläche:24.000 m²
Fertigstellung:2016
Standort:Hein-Saß-Weg 22, Hamburg-Finkenwerder
In direkter Nachbarschaft zum Airbus-Werksgeländes errichtete die Stadt den Neubau des Techcenters am Steendiek-Kanal. Mieter ist das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung. Die Architektur entwickelte PSP in einem Wettbewerb 2011. Das fünfgeschossige Gebäude hat Abmessungen von ca. 100mx100m. Die Fluchtwege werden über außenliegende Balkone geführt. Auf mehr als 25.000 m² Nutzfläche bietet das ZAL Raum für ca. 600 Arbeitsplätze. Im mittleren Gebäudeteil liegt der Haupteingang mit Ausstellungsfläche, Auditorium und anschließender Kantine mit Blick über den Kanal. Über dem Haupteingang sind drei Geschosse vom Haupttragwerk abgehängt. Die Form erinnert an einen Flugzeugrumpf, hier ist die Verwaltung untergebracht. Von hier erstreckt sich der Blick in die Umgebung und auf den wie ein Rollfeld vor dem Gebäude liegenden Parkplatz. Die beiden Flügelbauten beherbergen Labore, Werkstätten sowie große Werkshallen, in denen zu Forschungs- und Testzwecken ganze Flugzeugteile untersucht werden können. Die Hallen haben eine Spannweite von 30m und werden über großzügige Klarglasfassaden mit Tageslicht versorgt. Hier wird an Flugzeuteilen experimentiert und geforscht. Die in den Hallen liegenden Labore sind über offene Gänge erschlossen und bieten so einen schnellen Austausch zwischen der Arbeit am Schreibtisch und Objekt.

Bildnachweis: Klemens Ortmeyer

Wohnungsbau Ohmoorring
Hamburg

HOTELS | WOHNEN
Wohnungsbau OhmoorringHamburg
Bauherr:Grundstückgesellschaft Laue mbH & Co. KG, Seevetal
Bruttogeschossfläche:2.900 m²
Fertigstellung:2015
Standort:Ohmoorring 10, Hamburg-Niendorf

Wohngebäude mit 16 Wohneinheiten

Das Grundstück liegt im Stadtteil Niendorf im Westen Hamburgs. Es befindet sich am Ende eines zur Spielstraße beruhigten Stichs des Ohmoorrings.  Die Nachbarschaft ist geprägt von Kettenhäusern, zweigeschossigen Mehrfamilienhäusern, sowie freistehenden Einfamilienhäusern. Die östlich gegenüberliegende Nachbarbebauung besteht aus Mehrfamilienhäusern, sie sind durch Satteldächer kleinteilig gegliedert. Auf dem gleichen Grundstück des Neubaus liegt südlich ein 1996 gebautes Mehrfamilienhaus. Dies wurde in seiner Breite aufgenommen. Es galt das Grundstück wirtschaftlich optimal auszunutzen und zugleich einen Bezug zur Umgebung herzustellen. So entstand ein zentral erschlossenes Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen. Die Kubatur des geplanten Baukörpers ist in drei Teile gegliedert. Analog zu den gegenüber stehenden Gebäuden entsteht ein kleinteiliger Eindruck. Durch Vor- und Rücksprünge im Dach wird die Anmutung von drei Körpern verstärkt. Der Neubau fügt sich so städtebaulich in die Umgebung ein. Das Gebäude erhält zwei Vollgeschosse, sowie drei Dachgeschosse. Die Terrassen und Balkone sind nach Osten und Westen ausgerichtet. Im Kellergeschoss befinden sich eine Tiefgarage, sowie Abstell-, Fahrrad- und Technikräume. Über die Tiefgarage bindet der Neubau an den Bestand an. Die Lochfassade ist durch bodentiefe Fenster gegliedert, sie ermöglichen eine großzügige Belichtung der Wohnungen. Das Material der umgebenden Bebauung wird aufgenommen. Rotklinker und ein Zinkdach unterstreichen die Wertbeständigkeit und Qualität des Neubaus. Hochwertige Materialien wie Parkettböden und Bambusdielen auf den Balkonen durchziehen den Innenbereich.

Bildnachweis: Daniel Sumesgutner Fotodesign

Holstenhallen
Neumünster

SONDERBAUTEN
HolstenhallenNeumünster
Bauherr:Holstenhallen Neumünster GmbH
Bruttogeschossfläche:9.100 m²
Fertigstellung:2015
Standort:Justus-von-Liebig-Straße 2-4, Neumünster

Modernisierung und Erweiterung eines Messe- und Veranstaltungszentrums

Mit über 800 Veranstaltungen pro Jahr sind die Holstenhallen in Neumünster der größte Veranstaltungsort in Schleswig Holstein. Neben internationalen Reitturnieren, Holsteiner und Trakener Hengstmärkten ist die Nordbau als zweitgrößte Baumesse das Aushängeschild für diesen Veranstaltungsort. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Verbesserung des Messeangebotes haben die Holstenhallen im Jahr 2009 entschieden den Standort auszubauen, und die bestehenden Hallen zu modernisieren und zu erweitern. Das neu errichtete Foyer Ost verbindet die Hallen 2, 3, und 4 und bildet zugleich den Hauptzugang. Für die Technikzentralen und Werkstätten wurde ein 2 Gebäudekomplex errichtet. Zudem wurden umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. So wurde das Hallendach Halle 1 nachträglich gedämmt, die prägenden Oberlichtbänder wurden komplett erneuert und mit einer elektrisch gesteuerten Verdunkelung versehen. Neben einer temperierbaren Betonsohle wurde zur Verbesserung des Raumklimas eine neue Lüftungsanlage installiert. Die Sanitärbereiche im Foyer Nord und beim Übergang zur Halle 2 wurden von Grund auf erneuert und erweitert. Die alte Tribüne wurde gegen eine neue mit elektrischer Unterstützung verfahrbare Tribünenanlage ausgetauscht. Die Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Halle 1 erforderten hierbei einen besonders behutsamen Umgang mit der Bausubstanz, da diese unter Denkmalschutz steht. Das neue Herzstück des Ensembles bildet das neugeschaffene Foyer Ost. Es verbindet die Hallenkomplexe, sorgt hier für kurze Wegeverbindungen. Zudem dient es als Treffpunkt und kann als zusätzliche Veranstaltungsfläche genutzt werden. Der Einbau der Galerie im Foyer Ost erweitert den Umgang über 5 Glasbrücken im 1. OG der Halle 1. Ein Oberlichtband trennt den Alt- vom Neubau und versorgt das Foyer mit Tageslicht.

Bildnachweis: Thomas Nutt

Bildungscampus
Wien

SONDERBAUTEN
BildungscampusWien
Bauherr:Stadt Wien
Bruttogeschossfläche:24.500 m²
Bearbeitungszeitraum:Januar 2016
Standort:Wien, Österreich
offener Wettbewerb Die allgemeinen, von allen genutzten pädagogischen Bereiche sind in einer Straßenrandbebauung untergebracht. Zwischen den einzelnen Baukörpern dieser Bebauung werden kleine Plätze zum Verweilen angeboten die kurzweilige Blicke in das Geschehen des Bildungscampus erlauben. Die Randbebauung bildet somit einen ruhigen, geschützten Grünbereich, der die drei mehrgeschossigen Baukörper der Bildungsbereiche („Biber“) umschließt. Zentraler Raum des Bildungscampus ist die offen gestaltete Kommunikationszone, die von Norden bis Süden zentral über den Campus verläuft und alle Nutzungen miteinander verbindet. An beiden Enden der Zone befinden sich einladende Plätze, die gleichzeitig die Haupteingänge markieren. Das Dach der Kommunikationszone ist von innen und außen begehbar und erweitert den vorhandenen Freiraum. Wesentliche Elemente des Campus sind die „Biber“, welche in den drei- bis fünfgeschossigen Baukörpern untergebracht sind. Fassadenbegleitend werden spangenartig die jeweiligen Bildungsräume angeordnet. Sie umschließen die zentrale Multifunktionsfläche, die in einer lichtdurchlässigen Fassade mit vorgelagertem Balkon mündet.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Großmarkthallen
München

SONDERBAUTEN
GroßmarkthallenMünchen
Bauherr:Landeshauptstadt München
Bearbeitungszeitraum:November 2014
Standort:München, Bayern
Eingeladener Wettbewerb

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Familienzentrum
Neumünster

SONDERBAUTEN
FamilienzentrumNeumünster
Bauherr:Stadt Neumünster
Bruttogeschossfläche:1.600 m²
Bearbeitungszeitraum:Oktober 2015
Standort:Neumünster, Schleswig-Holstein
offener Wettbewerb Ziel des Wettbewerbes ist der Entwurf eines flexibel nutzbaren Gebäudes, das eng mit dem Quartier verbunden ist. Es sollen Nutzungen wie eine Kita, eine Jugendeinrichtung, ein Familienzentrum und ein Bewegungsraum in einem Baukörper zusammen gebracht werden. Der Entwurf verbindet die vier autark funktionierenden Nutzungen durch eine zentrale Begegnungsfläche, die neben der Funktion als zentrale Erschließung der jeweiligen Nutzungen vor allem auch als Raum des Kennenlernens und des gemeinsamen Austauschs dient. Die großzügig gestaltete Fläche wird durch einen Innenhof von allen Seiten natürlich belichtet und bietet so Raum für gemeinsame Feste, Ausstellungen und Vorführungen. Der Außenraum wird durch eine begehbare Dachfläche im Sinne einer optimalen Flächenausnutzung erweitert. Dadurch entsteht ein nicht öffentlich zugänglicher Außenraum mit vereinfachter Aufsichtsmöglichkeit, der auch außerhalb des Gebäudes den Kontakt zwischen den diversen Nutzern fördert.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Theater
Perm

SONDERBAUTEN
TheaterPerm
Bauherr:Volkswagen AG, Wolfsburg
Bruttogeschossfläche:18.000 m²
Bearbeitungszeitraum:August 2015
Standort:UI Lenina, Perm, Russland
Wettbewerb - Studie
Die im Ural liegende russische Stadt Perm wandelt sich derzeit von einer Industrie- zur Kulturstadt. Die Städteplaner und einheimischen Politiker investieren große Summen in das kulturelle Leben der Stadt. Projekte für neue Theater und Kunstgalerien entstehen an vielen Ecken und prägen somit das neue Stadtbild. Das Programm für das neue Theater Perm an der Uliza Lenina einer Hauptstraße im Zentrum Perms forderte einen großen Theatersaal mit mindestens 1200 Sitzplätzen, einen Konzertsaal mit 150 Sitzplätzen, ein Auditorium mit 170 Plätzen, sowie umfangreiche Künstlerbereiche, Bühnentechnikflächen, Tiefgarage und ein multifunktionales Foyer. Hinzu kommt die Inegration historischer Gebäude in einen Museumspark. Das Entwurfskonzept sieht die beiden Hauptbaukörper als glänzende Flusssteine, die auf einer wellenförmigen Basis – dem „Strand“ gelagert sind. Der Fluss Kama fließt durch die Stadt Perm und spielt eine zentrale Rolle in der Stadtgeschichte. Durch die Übernahme dieses Bildes wird die Verbindung des Theaters zur Historie verdeutlicht. Das Grundstück liegt an der Ul. Lenina die wie die meisten Hauptstraßen der Stadt in parallel zum Fluss verläuft, jedoch direkt am Grundstück in einem Winkel abknickt. Diese Richtungsänderung nehmen die beiden Baukörper auf und bilden eine neue gemeinsame Einheit zusammen mit dem Museum und anderen in diesem Bereich im Park liegenden Gebäuden. Der große metallene Theaterkörper schiebt sich in die Sichtachse der Straße und markiert so den neuen Kulturort. Der kleinere Konzerthausfels liegt parallel zu Fluss und Strasse, so dass sich zwischen beiden der vielfältig mit Wasserflächen gestaltete Eingangsplatz bildet. Das wellenförmige Podest leitet den Besucher in die verschiedenen verbundenen Foyerbereiche unterhalb der „Flusssteine“. Diese Basis verbindet alle Nutzungen miteinander. Von hier aus gelangen die Besucher zu den drei Sälen und über Treppenanlagen in die oberen Geschosse mit den Emporen. Hier befindet sich auch ein zweites Pausenfoyer mit Ausblick auf die Stadt mittels eines grossen urbanen Balkons als Einschnitt in den Flussstein.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

medac Hochregallager
Tornesch

FORSCHUNG | INDUSTRIE
medac HochregallagerTornesch
Bauherr:medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH, Wedel
Bruttogeschossfläche:2.500 m²
Fertigstellung:August 2014
Standort:Wilfried-Mohr-Str. 1-5, Tornesch bei Hamburg
 

Gebäudeart:

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Feuerwehrhaus
Reinbek

SONDERBAUTEN
FeuerwehrhausReinbek
Bauherr:Stadt Reinbek
Bruttogeschossfläche:3.000 m²
Bearbeitungszeitraum:März 2015
Standort:Reinbek, Schleswig-Holstein
offener Wettbewerb In der Verknüpfung der unterschiedlichen Funktionsbereiche scheint der Schlüssel zur Bildung des „Feuerwehr-Wir-Gefühls“ zu liegen. Es gilt durch die Überlagerung von Funktionsabläufen, wie beispielsweise beim Einsatz, den Nachbesprechungen, der Materialpflege, den öffentlichen Veranstaltung und Schulungen, der Anlieferung und der Erholung, Synergien zu gewinnen. Diese dienen als Grundlage für das Zusammenschweißen einer bunt gemischten Truppe wie die der Freiwilligen Feuerwehr Reinbek zu begreifen ist. Der Grundriss verfolgt daher das Ziel durch eine hohe Flexibilität auch den zukünftig steigenden funktionalen Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehr gerecht zu werden. Das Gebäude kann mit den Aufgaben des Alltags wachsen und bietet Raum für Transformation und Aneignung. Das Ergebnis bildet ein lebendiges Feuerwehrhaus, das in seinem alltäglichen Dasein aufgrund der zahlreichen Dynamiken zu wimmeln scheint. Eine klassische und kompakte Architektur gibt dazu den Rahmen, der die Ruhe und Souveränität der Feuerwehr zum Ausdruck bringt. Letztlich ist es das Zusammenspiel beider Kontroversen, das die Faszination „Feuerwehr“ erlebbar macht.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Ausbildungszentrum für die Bundeswehr
Hamburg

SONDERBAUTEN
Ausbildungszentrum für die BundeswehrHamburg
Gebäudeart:Schulgebäude / Erprobungs- Ausbildungs- und Programmierzentrum
Bauherr:Deutsche Bundeswehr
Bruttogeschossfläche:4.500 m²
Fertigstellung:2013
Ausbildungszentrum für die Schiffsbesatzung der Marine Das Zentrum dient der Ausbildung von Marinesoldaten. PSP erhielt den Auftrag aus einem gewonnenen VOF Verfahren. Das Zentrum befindet sich im Herz des Stützpunks. Die Funktion lässt sich von außen ablesen. Besondere Nutzungen wie der Hörsaal mit ansteigender Bestuhlung und der Radarturm prägen das Erscheinungsbild des Gebäudes. Den Auftakt vom Parkplatz bildet der 16m hohe Turm. Eine geschlossene Wandscheibe führt zum Haupteingang, hinter dem sich der Hörsaal erhebt und das Gebäude ausbuchtet. Der Baukörper ist kompakt gehalten, aufgrund der Nutzung gibt es viele geschlossene Fassadenflächen. Im Wechsel mit Ganzglasfassaden entsteht ein streng strukturierter Baukörper. Die Massivbauweise findet ihren Ausdruck in einem bunt gemischten, ortstypischen Verblender. Einschnürungen an den Flurenden gliedern den flachen Baukörper und sorgen für natürliche Belichtung an den Endpunkten der Flure. Oberlichter versorgen diese mit Tageslicht und stärken die Aufenthaltsqualität. Helle Metalleibungen und horizontale Sonnenschutzlamellen stehen in Kontrast zu dem dunklen Klinker. Ein mit Industrieglas verkleideter Gang stellt den Anschluss an den Bestand her.

Bildnachweis: Foto-Design Klaus Schreiber, Wilhelmshaven

Max Bahr Bau- und Gartenmarkt
Hamburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Max Bahr Bau- und GartenmarktHamburg
 

Gebäudeart:

Bildnachweis:

medac Logistikzentrum mit Büros und Laboren
Tornesch

FORSCHUNG | INDUSTRIE
medac Logistikzentrum mit Büros und LaborenTornesch
Bauherr:medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH, Wedel
Bruttogeschossfläche:13.200 m²
Fertigstellung:2010
Standort:Wilfried-Mohr-Str. 1-5, Tornesch bei Hamburg
Der Kopfbau ist die Visitenkarte des Forschungs- und Logistikzentrums in Tornesch bei Hamburg. Hier befinden sich die Hauptanlieferung und der Verwaltungsbereich. Viel Glas im Inneren unterstützt die transparente Kommunikation der Mitarbeiter. Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf die Gestaltung der Nebenräume gelegt. So sind die Flure Kommunikationszentren, Eingangsbereiche werden zum Treffpunkt, die Holz-Alu-Fenster schaffen eine freundliche Arbeitsatmosphäre, Sonnenschutz dient zugleich der Tageslichtprojektion. Dank der freien Tragwerkskonstruktion wird eine flexible Nutzung der Flächen ermöglicht. Im Anschluss an den Kopfbau liegen die Hallenflächen des Logistikbereichs. Hier befinden sich ein automatisches Kleinteillager, ein Hochregallager, sowie ein Kühlraum. Den Abschluss des Gebäudes bildet die Kommissionierung in der verschiedene Artikel dem jeweiligen Auftrag entsprechend manuell zusammengestellt werden. Auch in diesem Arbeitsbereich soll eine fortschrittliche Ausstattung den schnellen und effektiven Ablauf aller Arbeitsschritte gewährleisten. Hierzu dienen unter anderem transparente Durchblicke, ein höchstmöglicher Anteil von blendfreiem Außenlicht durch großformatige Oberlichter und die Ausrichtung der Fensterflächen nach Norden. Drei Jahre nach Fertigstellung des Logistikzentrums wurde dieses um ein Hochregallager erweitert. Das vollautomatische und personenlose Lager ist in Silobauweise errichtet. Das heißt die Regalkonstruktion bildet gleichzeitig die tragende und aussteifende Konstruktion. Die Innen-Atmosphäre des Lagerraumes wird mit Stickstoff inertisiert. Das Lager wird durch diese Reduzierung des Luftsauerstoffanteils vor dem Entstehen von Bränden geschützt. Die Brüstung und die Außenwände der TGA-Räume werden in Anlehnung an die Gestaltung des Bestandgebäudes mit einer Architekturbeton-Verkleidung versehen. Diese nimmt die gestalterischen Elemente wie Schrägen, dunkle Bänder und die horizontale Teilung der Fassade des Logistikgebäudes auf. Hierdurch wird die Identität beider Gebäudeteile durch Ihr „corporate design“ zusammen gefasst.

Bildnachweis: Burkhard Katz, Hamburg; Julian Schülke, PSP Architekten, Hamburg

Airbus Ausrüstungs-Strukturmontagehalle 261
Hamburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Airbus Ausrüstungs-Strukturmontagehalle 261Hamburg
Bauherr:Airbus Deutschland GmbH, Hamburg
Bruttogeschossfläche, gesamt:48.000 m²
Fertigstellung: (1./2./3. BA): 2006 / 2009 / 2013
Standort:Airbus-Werksgelände, Kreetslag 10, Hamburg-Finkenwerder
Die Halle 261 beherbergt Einrichtungen für die Struktur- und die Ausrüstungsmontage. Konkret werden in diesen beiden Produktionsschritten zunächst die in Aluminium-Halbschalenbauweise konstruierten vorderen und hinteren Rumpfsektionen der Flugzeuge zusammengebaut und sodann mit allen flugwichtigen Systemen (Medien, Kabel, Hydraulik etc.) ausgerüstet, bevor die einzelnen Sektionen zur Endmontage an andere europäische Standorte transportiert werden. Gegenwärtig handelt es sich dabei um den Airbus A330, dessen Endmontage in Toulouse ausgeführt wird. Die architektonische Konzeption der Halle zeichnet sich jedoch gerade durch ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Flugzeugtypen aus, indem sie von vornherein in mehreren Bauabschnitten geplant wurde. So wurde im Zuge des im April 2006 fertiggestellten ersten Bauabschnitts die gesamte Halle errichtet, aber vorerst lediglich der südliche Teil ausgebaut. Das Tragwerk ist dabei auf Erweiterungen des Gebäudes in östlicher Richtung bis zu einer maximalen Länge von 360 Metern ausgelegt. Um hier auch den neuen Flugzeugtyp A350 montieren zu können, wurde die Halle 2009 während des laufenden Produktionsbetriebs im zweiten Bauabschnitt von 120 auf 184 Meter verlängert und ihre nördliche Hälfte ausgebaut. Die Haupttragwerksebene besteht aus zwei zehn Meter hohen Stahlfachwerkbindern, welche außen über dem Gebäude verlaufen und dem Dach sein charakteristisches Aussehen verleihen. Das innerhalb der Halle befindliche Nebentragwerk ist daran angehängt, so dass die gesamte Dachkonstruktion auf vier außenliegenden Stützen auflagert. Aufgrund der Uferlage ist die komplette Gründung der Halle als Tiefgründung auf Stahlbetonpfählen ausgeführt. Die 2009 gebaute Hallenerweiterung beherbergt unter anderem den Bereich der Restkonservierung. In der sogenannten "ReKo-Box" werden beispielsweise die Nietenverbindungen einzelner Bauteile in einem manuellen Konservierungsprozess dauerhaft haltbar gemacht. Dieser in massiver Konstruktion ausgeführte Gebäudeteil wird über eine Erschließungszone mit den Nebenflächen verbunden, zusätzlich werden vor dem Nord- und Südriegel jeweils auf mehreren Ebenen Logistikbühnen zur Versorgung der Bauplätze angeordnet. Die Fassade wurde insgesamt als Metallfassade ausgeführt. Im Zuge der Erweiterung wurde die Giebelfläche des ersten Bauabschnitts vollständig demontiert, zwischengelagert und für die neue Ostfassade wiederverwendet.

Bildnachweis:

Lufthansa Wartungshangar, Flughafen BER
Berlin

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Lufthansa Wartungshangar, Flughafen BERBerlin
Bauherr:Lufthansa Technik AG, Objekt- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg
Bruttogeschossfläche:9.000 m²
Fertigstellung:2012
Standort:Flughafen BER, Berlin-Schönefeld
Die Konzeptionsentwicklung für den Neubau des Line Maintenance Hangars (Instandhaltung und Wartung) am Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) basiert im Wesentlichen auf den Anforderungen aus der Funktion und der Wirtschaftlichkeit. Der Baukörper wird von außen klar ablesbar in die 2 Hauptfunktionsbereiche Hangar, sowie Logistik und operative Nebenflächen gegliedert. Die Kubatur des Hangars folgt der Geometire eines Großraumflugzeugs wie etwa dem A380. Direkt hinter den Toren ist eine Dacherhöhung ausgebildet um das Leitwerk aufzunehmen. In der Erhöhung ist ein Rolltor angeordnet das bei Bedarf geöffnet werden kann. Kleinere Flugzeuge können den Hangar frei befahren. Die Einfahrt für die Flugzeuge wird durch eine komplette Öffnungsmöglichkeit der luftseitigen Fassade optimiert. Die Tore werden zur maximalen Öffnung für Großraumflugzeuge in seitliche Parkpositionen neben der Halle verfahren. Hierfür wird eine filigrane Stahlkonstruktion auf beiden Seiten des Hangars errichtet. Aufgrund der Toröffnung über die gesamte Hallenbreite kann der Lastabtrag des Dachtragwerks nur auf drei Hallenseiten verteilt werden. Das Haupttragwerk besteht aus drei Fachwerkträgern aus Stahl. Sie überspannen den gesamten Hangar auf einer Länge von 85m und ermöglichen einen Stützenfreien Innenraum. Die Fassade ist im oberen Bereich nach außen geneigt, so reflektiert das Gebäude die Radarstrahlen auf den Boden. Bei der Wahl der Fassadenmaterialien wird rein auf industriell hergestellte Produkte zurückgegriffen. Die geschlossenen Fassadenteile werden mit Metall-Sandwich-Paneelen belegt. Oberlichtbänder in den Wänden werden aus Acrylglas in bester Wärmedämmqualität hergestellt. So können sie neben der Belichtung gleichzeitig als Wärmeabzugsflächen für den Brandfall genutzt werden. Die Tore werden ebenfalls in Acrylglas hergestellt und ermöglichen so einen transluzenten, blendfreien Tageslichteinfall in die Halle. Die transparent ausgeführten Bereiche im unteren Teil der Tore ermöglichen dem Personal einen Blickkontakt zum Rollfeld und zur Abfertigungshalle. Der Logistikbereich und die Nebenflächen werden seitlich an den Hangar angedockt. Dies ermöglicht einerseits eine optionale Anlieferung von außen, als auch möglichst kurze Anbindungswege von der Logistik in den Hangar. Auch dieser Baukörper erhält wie der Hangar eine Metallfassade. Entsprechend der Nutzung und der Proportionen zum Hangar wird er etwas kleinteiliger gegliedert. Die Metallpaneele sind in einem dunkleren Grauton als der Hangar lackiert und in einer grob gewellten Oberfläche ausgeführt. So erhält dieser Baukörper eine Eigenständigkeit gegenüber dem großen Hangar.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure

VW Fahrzeugwerk
Pacheco / Argentinien

FORSCHUNG | INDUSTRIE
VW FahrzeugwerkPacheco / Argentinien
Gebäudeart:Diverse Erweiterungen und Umbauten auf dem VW-Werksgelände
Bauherr:Volkswagen AG, Wolfsburg
Fertigstellung:2012
Standort:Pacheco bei Buenos Aires, Argentinien
Das VW Fertigungswerk liegt 35 km außerhalb von Buenos Aires in einem Gewerbegebiet an der bekannten Panamericana im Ort General Pacheco. Das ehemalige Ford-Werk wurde 1980 von VW übernommen, 1987 im Joint-Venture Autolatina geführt und ist seit 1995 eigenständig und wurde erweitert und teilweise neu gebaut. Im Werk werden diverse Modelle des VW Konzern gefertigt – derzeit der Suran und Amarok. Da viele der alten Gebäude nicht mehr dem Konzernstandard entsprachen und zudem für die Produktion des SUV Amarok Umbauten und Erweiterungen notwendig waren, wurde PSP 2011 beauftragt, vor Ort die interne VW-Bauabteilung bei der Planung und Ausführung der Baumaßnahmen zu unterstützen und die Umsetzung der Konzernrichtlinien dabei zu gewährleisten. Folgende Teilprojekte wurden während der Tätigkeit vor Ort im Werk realisiert: • Erweiterung Montagehalle • Erweiterung Karosseriebau / Pilothalle • Neubau Lackiererei / Mischanlage • Neubau Hochregallager • Neubau Bürogebäude (Karobau/Lack) • Umbau/Neubau Messhalle • Neubau Lagerhalle • Neubau/Umbau Sanitäranlagen • Erweiterung Kantine Bei allen Bauvorhaben war es vor allem wichtig, die weltweiten Konzernstandards und Elemente der Corporate Identity zu berücksichtigen und auch in Argentinien anzuwenden. Die Umsetzung der Richtlinien und Vorgaben bedurften einer besonders aufwendigen Planung und engen Abstimmung mit den ausführenden Firmen und einer intensiven Kontrolle der Bauausführung. Für diesen Part war PSP in besonderem Masse zuständig.
 

Bildnachweis: Volkswagen AG, Wolfsburg / PSP Architekten Ingenieure

Büro- und Geschäftshaus, Großer Burstah
Hamburg

VERWALTUNG
Büro- und Geschäftshaus, Großer BurstahHamburg
Bauherr:BIG BAU Unternehmensgruppe, Kronshagen bei Kiel
Bruttogeschossfläche:4.700 m²
Fertigstellung:2011
Standort:Großer Burstah 42, Hamburg-Innenstadt
Zwischen Alster und Elbe, direkt hinter dem Rathaus und der Handelskammer, entsteht das neue Geschäftshaus im Großen Burstah mit hanseatischem Charme. Das Grundstück befindet sich in hervorragender Lage zentral in der Hamburger Innenstadt. An der Vorderseite des Gebäudes verläuft der Straßenzug Großer Burstah, rückseitig grenzt das Gebäude unmittelbar an das Mönkedammfleet. Bei der Neubebauung handelt es sich um ein achtgeschossiges Geschäftsgebäude mit einem Untergeschoss. Im Erdgeschossbereich ist überwiegend eine Einzelhandelsnutzung vorgesehen, in den Regelgeschossen und im Staffelgeschoss sind Büroflächen konzipiert. Die Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss verfügen über raumhohe Fensterfronten, die nach vorne zur belebten Straße reichen. Nach hinten bietet sich dem Besucher ein hanseatischer Blick auf das Fleet. Hohe Fensterfronten und lichtdurchflutete Räume prägen auch die insgesamt sieben Büroetagen des neuen Geschäftshauses. Dabei erlauben die Aufteilung und die Ausstattung der Flächen dem Nutzer vielfältige und individuelle Möglichkeiten der Gestaltung. Im Staffelgeschoss bietet sich eine imposante Aussicht auf die historische Speicherstadt und die Elbe. Von dem lang gezogenen Panorama-Balkon aus lässt sich diese besonders gut genießen. Die helle Natursteinfassade fügt sich elegant in die Umgebung ein. In dezenter Zweiteilung nimmt sie sowohl die Linienführung der historischen Kontorhäuser als auch typische Gestaltungselemente der umliegenden modernen Geschäftshäuser auf. Geschaffen wird damit eine direkte Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart – ein reizvoller Kontrast, der das Stadtbild im Ursprung Hamburgs prägt. Auf der Rückseite, zum Fleet hin, wurde nach dem Vorbild der Kontorhäuser eine klassische Ziegelfassade gewählt. Die langen und dünnen Formate der gewählten Ziegel, in Kombination mit den geradlinigen und auskragenden Fensteröffnungen, bilden eine zeitgenössische Interpretation der Kontorhäuser.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Lufthansa Cargo
Frankfurt a.M.

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Lufthansa CargoFrankfurt a.M.
Bauherr:Lufthansa Cargo AG
Bearbeitungszeitraum:Juni 2011
Standort:Frankfurt am Main, Hessen

Wettbewerb - Studie

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Rathaus „Stadthaus“ Buxtehude
Buxtehude

VERWALTUNG
Rathaus „Stadthaus“ BuxtehudeBuxtehude
Bauherr:Stadt Buxtehude
Bruttogeschossfläche:7.000 m²
Fertigstellung:2010
Standort:Bahnhofstrasse 7, Buxtehude
Die unterschiedlichen Sachbereiche der Stadtverwaltung Buxtehude waren lange Zeit in verschiedenen Gebäuden über die Stadt verteilt. Um die Verwaltung an einem Ort zu konzentrieren und ein repräsentatives Gebäude mit einem bürgerfreundlichen Konzept für das Bürgerbüro zu schaffen, fiel die Entscheidung, an zentraler Stelle in der Stadt einen Neubau zu errichten. Der neue Verwaltungssitz der Stadt Buxtehude entsteht auf dem innerstädtischen Grundstück Ecke Bahnhofstraße / Poststraße. Der Standort ist geprägt von der Einkaufs- und Geschäftsstraße Bahnhofstraße auf der einen und von dem Flusslauf der Este auf der anderen Seite. Ein in den Kreuzungsbereich auskragender viergeschossiger, ellipsenförmiger Baukörper markiert den Eingangsbereich und bildet das Gelenk zwischen dem verklinkerten Büroriegel an der Poststraße und dem in das Gebäudeensemble integrierten Altbau aus der Jahrhundertwende an der Bahnhofstraße. Die verschiedenen Sachgruppen der Stadtverwaltung Buxtehude sind in dem Büroriegel und im Altbau organisiert. Der ellipsenförmige Baukörper setzt sich durch den Luftraum des dreigeschossigen Eingangsfoyers vom restlichen Gebäude ab und bietet Platz für die öffentlichen Sonderfunktionen wie Bürgerbüro, Bürgermeisterbüro und einen großen Besprechungsraum im 3.Obergeschoss. Die Ellipse wird auch in der Fassade ablesbar als Sonderkörper dargestellt. Sie öffnet sich mit ihrer vollflächigen Verglasung zur Ecke Poststraße/ Bahnhofstraße, während die denkmalgeschützte verputzte Lochfassade des Altbaus mit ihren Stuckelementen geschlossen wirkt und auch die Klinkerfassade des Büroriegels mit den Holzfensterbändern die klar strukturierte Büroaufteilung im Gebäudeinneren wiedergibt.

Bildnachweis: Burkhard Katz, Hamburg

Rathaus Bordesholm
Bordesholm

VERWALTUNG
Rathaus BordesholmBordesholm
Bauherr:Gemeinde Bordesholm / BIG-Städtebau GmbH Treuhändischer Sanierungsträger, Kronshagen
Bruttogeschossfläche:4.000 m²
Fertigstellung:2010
Standort:Rathausplatz, Mühlenstrasse 7, Bordesholm
Den Auftrag für den Neubau des Rathauses Bordesholm in der LPH 1-5 erhielt PSP 2005 nach einem VOF Verfahren. Das Rathaus ist Mittelpunkt des Sanierungsgebiets „Ortszentrum Mühlenhof“. Bestehende Infrastruktur wie der Bahnhof wurden saniert. Die Erschließung des Rathauses erfolgt von Süden über den neu gestalteten Rathausplatz. Parkplätze befinden sich nördlich des Gebäudes Die Gemeinde Bordesholm benötigte einen neuen Verwaltungsbau mit Sondernutzungen auf einer Nettogrundfläche von 2.056m².Die Aufgabe war es eine in sich geschlossene Nutzungseinheit für die Amtsverwaltung zu konzipieren. Baulich sollte diese in einem Gesamtkomplex mit ergänzenden Nutzungen vereint werden. So entstand ein viergeschossiger Riegelbaukörper. Ein abgewinkelter, den Rathausplatz einfassender, zweigeschossiger Gebäudeteil ergänzt den Riegel. Der Haupteingang befindet sich in der Schnittstelle beider Gebäudekörper. Hier ist die Empfangshalle und die Haupterschließung. Als ergänzende Nutzung liegt das Standesamt im 1.OG des Hauptriegels. Für Besucher ist es über eine an den Arkaden angeordnete Freitreppe oder den Aufzug zu erreichen. So ist es unabhängig vom Verwaltungsbereich nutzbar. Im Erdgeschoss liegen weitere publikumsintensive Bereiche wie Sozialbüro, Amt für Bürgerdienste, Kasse, sowie Information, Besucher- und Behinderten-WC. Der Sitzungssaal liegt im Obergeschoss des abgewinkelten Baukörpers. Er wird über eine große Dachkuppel mit Tageslicht versorgt. Die Fassade ist als zweischaliges Mauerwerk mit einem rotbunten Verblendziegel aufgebaut. An der Brüstung des 3.OGs endet das Verblendmauerwerk und die Stützenbereiche zwischen den Fenstern sind mit wärmegedämmten Alupaneelen in der Farbe der Fenster verkleidet. So wirkt dieser Bereich als horizontales Band und bildet eine deutliche Trennung zum Dach. Zur Verschattung der Südfassade kragt das Dach um fast drei Meter aus. Als helle Betonscheibe scheint es über dem Gebäude zu schweben. Die südwestliche Gebäudeecke beherbergt Räume mit besonderer Nutzung und wird in der Fassade gestalterisch anders ausgeführt. Im Erdgeschoss befindet sich eine Passage und die darüber liegenden Geschosse erhalten eine durchgehende Ganzglas Systemfassade.

Bildnachweis: Birgit Schewe, Kiel

Neuer Mohnhof, Geschäfts- und Dienstleistungszentrum
Hamburg

SONDERBAUTEN
Neuer Mohnhof, Geschäfts- und DienstleistungszentrumHamburg
Bauherr:IPB Projektgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg
Bruttogeschossfläche:12.600 m²
Fertigstellung:2010
Standort:Sachsentor 58, Hamburg-Bergedorf
Das in den 70er Jahren errichtete Kaufhaus „penndorf“ stand leer und sollte wiederbelebt werden. Es bildet den Abschluss der bergedorfer Fußgängerzone Sachsentor und liegt an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt. PSP hat das Gebäude saniert und in Teilbereichen umgebaut. Geschossweise wurden ihm neue Nutzungen zugeführt. So werden heute die ersten beiden Geschosse wieder als Verkaufsflächen, jedoch in einem wesentlich kleineren Maßstab genutzt. Eine Praxisetage mit sechs verschiedenen Einheiten ist im 2. Obergeschoss angesiedelt. Belichtet werden die kleinteiligen Strukturen durch drei eingeschnittene Innenhöfe. Den Abschluss bildet ein Kindergarten im Dachgeschoss. Ein Drittel dieses Geschosses ist nicht bebaut und wird als Außenspielfläche genutzt. Die Kubatur des Gesamtkomplexes wurde erhalten und die architektonischen Elemente wie Erker und auskragende Bauteile in das neue Konzept integriert. Neu eingeschnittene Fenster sorgen für ausreichend Belichtung der Praxis-, Büro- und Kitaflächen. Eine aufgesetzte Lüftungszentrale nimmt Bezug zu den Dächern der umliegenden Gebäude. Eine Kombination von weißen Putzflächen, dem bestehenden Rotklinker und einer vorgehängten Leichtmetallfassade aus eloxiertem Aluminium gliedern den Gebäudekomplex. Die Strukturen werden beruhigt und der Komplex ist aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln als eine Einheit wahrnehmbar.

Bildnachweis: Burkhard Katz, Hamburg

Reedereigebäude Ahrenkiel
Hamburg

VERWALTUNG
Reedereigebäude AhrenkielHamburg
Bauherr:Reederei Christian F. Ahrenkiel GmbH & Co. KG, Hamburg
Bruttogeschossfläche:5.000 m²
Fertigstellung:2009
Standort:An der Alster 45, Hamburg
Das Gebäude ordnet sich in die vorhandene Struktur der Blockrandbebauung ein, wird aber durch die konsequent klassische Gebäudeästhetik zu einem städtebaulichen Zeichen. Typologisch knüpft der Bau nicht an den Archetyp des rationalen Verwaltungsbaus an, sondern versteht sich in der Tradition der Kontorhäuser. Daher bestimmen Funktionalität, Schlichtheit und Strenge das Ensemble. Eine klare Volumetrie verankert den Neubau im ästhetisch heterogenen Umfeld. Inspirierender Mittelpunkt ist das Foyer hinter dem Haupteingangsportal. Es dient als Schnittstelle für die Erschließung des Gebäudes. Die zwei lichtdurchfluteten Lufträume verbinden als Kommunikationsbereiche die Innenhöfe sowie die Geschosse. Die „Kommandobrücke“ liegt als eigenständiger, metallisch glänzender Körper auf der steinernen Kubatur. Ganzglasfassaden stellen Blickbeziehungen zwischen der Alster und St.Georg her. Zwei großzügige Terrassen erweitern den Raum zur Repräsentanz. Die Fassaden entwickeln sich aus den gleichen Prinzipien der Einfachheit und Bewegung wie die Baukörper. Der Wechsel von grauen bzw. weißen Steinflächen und großzügigen Verglasungen verleiht den klaren Gebäudekuben eine zurückhaltende Eleganz. Die tief eingeschnittenen Fenster und der Übergang zu den großen Verglasungen geben der Fassade eine interessante Plastizität und Lebendigkeit. Kleine architektonische Eingriffe an den bodentiefen Fenstern verbessern nicht nur die Belichtung, sondern finden darüber hinaus eine moderne, zeitgenössische Form für ein traditionelles Element der Architektur. Perfekte Details stehen nicht zuletzt für Solidität und Wertbeständigkeit. Die Arbeitsplätze verteilen sich auf Einzel-, Zweier-, Vierer- und Großraumbüros, die sich nach Bedarf gemäß dem Fassadenraster frei verändern lassen. Maßgeblich für die Qualität der Innenräume sind die „besonderen Orte“: kommunikative und halböffentliche Bereiche wie Terrassen, Lounge, Wintergarten, Meeting Points und Lichthöfe. Als „Sonnenflecken“ sorgen sie für eine einzigartige Atmosphäre im Gebäude. Besprechungsräume und Büros sind zu den Flurzonen hin transparent ausgebildet. Dadurch ergeben sich vielfältige Ein- und Ausblicke.

Bildnachweis: Klaus Frahm, Hamburg

HAC Hamburg America Center, Bürogebäude
HafenCity Hamburg

VERWALTUNG
HAC Hamburg America Center, BürogebäudeHafenCity Hamburg
Entwurf:RMP Richard Meier & Partners, New York
Bauherr:Hamburg-America-Center Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG
Bruttogeschossfläche:11.000 m²
Fertigstellung:2009
Der Arbeitsbereich von PSP lag hier in der Ausführungsplanung. Die Aufgabe bestand darin den Entwurf fachlich und baulich sauber umzusetzen. Das Gebäude liegt in der Hafencity am Sandtorkai in der Nähe der Magellanterrassen. Es hat 8 Geschosse und beinhaltet verschieden Nutzungen unter einem Dach. Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss befindet sich das eigentliche Hamburg America Centrum mit Seminarräumen, einem Vortragssaal, Coffee-Shop, Bibliothek und Konferenzbereichen. Aufgrund der Topographie ist das Erdgeschoss als Split Level konzipiert. Im eingegrabenen Teil befinden sich die zentralen Einrichtungen der Haustechnik und die sanitären Einrichtungen. Das Gebäude ist komplett unterkellert, hier befinden sich die notwendigen Stellplätze, sie sind auf mechanischen Einrichtungen angeordnet. Vom 2. Bis zum obersten 8. Obergeschoss werden Büroflächen mit variablen Aufteilungsmöglichkeiten angeboten. Eine innere Verbindungstreppe ermöglicht auch die Büronutzung über mehrere Geschosse. Im 8. Obergeschoss verfügen alle Mieter über eine Dachterrasse, welche einen traumhaften Blick über den Traditionsschiffhafen und auf die Elbphilharmonie bietet. Die Fassade ist als Ganzglas Systemfassade mit öffenbaren Flügeln konzipiert. Teilbereiche sind mit weißen Metallpaneelen verkleidet. Eine besondere Herausforderung in unserer Arbeit bestand darin die konstruktiven Anforderungen mit den präzisen Angaben des Entwurfsarchitekten zu vereinen. Nicht selten war es notwendig fünf bis sechs Gewerke an einem Detailpunkt zusammenzuführen, um die Ausführungsvorgaben zu erfüllen. Das Gebäude befindet sich bis zu einer Höhe von 7,5m üNN im hochwassergefährdeten Bereich. Entsprechende Schutzmaßnahmen sind in den Fassadenbereichen auf der Nordseite und Ostseite durch eine druckfeste Verglasung und Dammbalkensysteme getroffen.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

ICP International Coffee Plaza, Bürokomplex
HafenCity Hamburg

VERWALTUNG
ICP International Coffee Plaza, BürokomplexHafenCity Hamburg
Entwurf:RMP Richard Meier & Partners, New York
Bauherr:Am Sandtorpark GmbH & Co. KG und Entwicklungsgesellschaft „Sandtorpark Gebäude Nord“ mbH & Co. KG, Hamburg sowie Entwicklungsgesellschaft „Sandtorpark Gebäude Süd“ mbH & Co. KG, Hamburg
Bruttogeschossfläche:28.000 m²
Fertigstellung:2009
Der Arbeitsbereich von PSP lag hier in der Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung. Die Aufgabe bestand darin den Entwurf von Richard Meier fachlich und baulich sauber umzusetzen. Das Objekt ist Teil der International Coffee Plaza, Am Sandtorpark, in der HafenCity Hamburg. Das Ensemble besteht aus dem Turm, dem Gebäude Nord und dem Gebäude Süd. Der Turm mit seinen 13 oberirdischen Geschossen bildet das Herzstück dieser Anlage. Der Turm wird über eine repräsentative, zweigeschossige Eingangshalle betreten. Diese dient gleichzeitig als Aufzugslobby. Das Erdgeschoss ist für eine Restaurantnutzung vorgesehen. Dessen Erschließung erfolgt völlig separat von den Obergeschossen. Die Nutzung ist in den Obergeschossen für Büroarbeit vorgesehen. Die Mietflächen können in Einzelbüros aufgeteilt, aber ebenso als Kombibüros oder als Großraum genutzt werden. Die Fassaden sind als Glas-/Metallfassaden, mit geschosshohen Verglasungen in den Bürozonen konzipiert Als Sonnenschutz dienen vertikal angeordnete Glaslamellen vor den Fenstern. Die Ostseite ist mit einer Doppelfassade versehen. Hier erfolgt der Sonnenschutz über zwischen den Fassadenebenen angeordneten elektromotorisch betriebenen Raffstoreanlagen. Alle drei Gebäude sind über eine Tiefgarage miteinander verbunden. Eine besondere Herausforderung in unserer Arbeit bestand darin die konstruktiven Anforderungen mit den präzisen Angaben des Entwurfsarchitekten zu vereinen.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Darwineum Zoologischer Garten
Rostock

SONDERBAUTEN
Darwineum Zoologischer GartenRostock
Bauherr:Zoologischer Garten Rostock GmbH
Bruttogeschossfläche:10.000 m²
Bearbeitungszeitraum:November 2009
Standort:Zoologischer Garten, Rostock
Wettbewerb Der Neubau des Darwineums im Zoologischen Garten Rostock lädt den Besucher zu einer Zeitreise durch die Evolution ein. Diese Zeitreise beginnt bereits kurz vor dem Haupteingang mit einem symbolischen Urknall. Der Vorplatz des Gebäudes gleicht einer begehbaren Lava-Landschaft, die die Entstehung von Materie, Raum und Zeit versinnbildlicht. Entlang eines Weges, angelehnt an die Form einer DNA-Doppelhelix, wird der Besucher auf dem Evolutionspfad in die Ausstellungsbereiche geleitet. Im zweiten Bereich eröffnet sich ihm die Welt der Menschenaffen. Über Pfade, Stege und Brücken ist die Tropenhalle zu erkunden. Hier sind die Orang-Utans untergebracht. Da diese Tierart im Gegensatz zu den Gorillas auf Bäumen lebt, wurden auch die Blickwinkel und Betrachtungsebenen für den Besucher an diese höhere Position der Baumbewohner angeglichen – Affe und Mensch auf Augenhöhe. Der Besuchergang zum Innengehege der Gorillas hingegen ist ebenerdig und teilweise abgesenkt, um diese Tiere auf Bodenniveau beobachten zu können. Die Tropenhalle ist durch ein Foliendach überspannt, das sich in einzelne Segel aufteilt. Diese mit ETFE-Folie bespannten Segel sind untereinander verschachtelt und symbolisieren das Blätterdach des Urwaldes.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Commercial Bank of Ethopia
Addis Abeba

VERWALTUNG
Commercial Bank of EthopiaAddis Abeba
Bauherr:Commercial Bank of Ethopia
Bruttogeschossfläche:98.000 m²
Bearbeitungszeitraum:Oktober 2009
Standort:Addis Abeba, Äthiopien
Begrenzt offener, internationaler Wettbewerb mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren
Die staatseigene Commercial Bank of Ethiopia hat mehrere Filialen in Äthiopien und plante ein „grünes Gebäude“ als Hauptsitz im zentralen Geschäftsviertel von Addis Abeba. Das Gebäude soll dazu dienen, Funktionen zu zentralisieren, höchste Effizienz zu erreichen und mehrere Nutzungen (Konferenzzentrum, Shopping Mall, öffentliche Einrichtungen und Büroflächen) in einem Gebäudekomplex vereinen. Das Gebäude soll sich nach außen wenden und ein lebendiges Leben auf der Straße fördern. Der Entwurf sieht einen 35 Geschosse hohen Turm oberhalb einer 5-geschossigen Basis mit Commercial Center, Servicebereichen und 3-geschossiger Tiefgarage vor. Der Turm ist je Geschoss in 2 Bereiche unterteilt, die getrennt voneinander genutzt werden können und sich in Dreiecksform um ein Atrium schliessen. Dreigeschossige Terrassen bieten Durch- und Ausblicke in die Landschaft und über die Stadt und erlauben eine Querlüftung des Atriums. Durch die Dreiecksform entsteht ein eSüdfassade die mit Photovoltaikelelmenten belegt ist , die anderen beiden so entstehenden Nord-West und Nord-Ostfassaden diene der Minimierung des Sonneneintrages in das Gebäude. Die abgerundeten Ecken des Turmes dienen der Optimierung der Windlast. Die gesamten Fassaden sind mit einem doppelten Fassadensystem zur Belüftung und Nachauskühlung versehen, die über Öffnungen in den Atriumfassaden eine Querlüftung ermöglicht. Die Flächen der Commercial Bank of Ethiopia sind auf mehreren Ebenen untergebracht, so dass die Fläche beliebig nach oben und auf die angrenzende zweite Hälfte erweiterbar ist. Dies ermöglicht größtmögliche Flexibilität. Die restlichen Etagen des Turmes sind externen Büronutzungen zugeordnet. In 125m Höhe thront ein Restaurant mit spektakulären Ausblicken über die Stadt. Die Basisgeschosse sind mit Nutzungen belegt, die eine Belebung des Gebäudes und damit der öffentlichen Flächen vor dem Gebäude auch in den Abendstunden durch Shopping Mall, Kongresszentrum, Fitnessclub, Ausstellungsflächen und Trainingsbereiche gewährleitet, was ein Wunsch des Auslobers war. Es entsteht ein neuer urbaner Treffpunkt in Addis Abeba.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

HELA Technikum
Ahrensburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
HELA TechnikumAhrensburg
Bauherr:HELA Gewürzwerke Hermann Laue GmbH, Ahrensburg
Bruttogeschossfläche:650 m²
Fertigstellung:2008
Standort:Beimoorweg 11, Ahrensburg bei Hamburg
Technikum für das Gewürzwerk Hermann Laue Die Hermann Laue GmbH benötigte auf ihrem Betriebsgelände in Ahrensburg ein neues Technikum. Das Gebäude ist ein repräsentativer Bau zur Entwicklung und Präsentation von neuen Produkten. Es wurde an zentraler Stelle auf dem Gelände neben der Kantine errichtet. Erschlossen wird es über einen Besucherzugang im Bereich der Werkszufahrt. Der Pförtnerbereich ist an der Zufahrt in das Gebäude integriert. Auf der Rückseite des Gebäudes sind Zugänge für Lieferverkehr und Mitarbeiter vorgesehen. Herz des Gebäudes ist der Präsentationsbereich mit einer großen Experimentierküche und einem Hörsaal. Eine flexible Trennwand ermöglicht die individuelle Raumnutzung. Ein gestalteter Innenhof bringt Tageslicht ins Gebäudeinnere und bietet den Mitarbeitern einen Aufenthaltsbereich im Freien. Im Bereich Experiment und Entwicklung werden Gewürzmischungen kreiert und neue Produkte im Kundengespräch entwickelt  Hier befinden sich eine weitere Experimentierküche und Büroräume. Im Funktionsbereich werden Lebensmittel und Gewürze in Kleinstmengen bevorratet und verarbeitet. Diese Räume und das Foyer erhalten zusätzliches Tageslicht über einen eingeschnittenen Innenhof. Das Gebäude ist als eingeschossiger Massivbau konzipiert. Der zweischalige Fassadenaufbau erhält einen, dem Bestand angepassten,  roten Verblendziegel. Wohl überlegt angeordnete  Alufenster versorgen das Gebäude mit Tageslicht. Die Funktion des Gebäudes ist von außen ablesbar. Der runde Präsentationsbereich wölbt sich nach außen. Der repräsentative Charakter des Gebäudes wird durch die präzise Detaillierung gestärkt.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Airbus A320 Endmontage-Werk
Tianjin / VR China

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Airbus A320 Endmontage-WerkTianjin / VR China
Gebäudeart:Neubau eines Endmontagewerkes für einen Flugzeughersteller. MCA Handling Hangar, Logistic Centre, Powerhouse, Main Gate, Office Building, Canteen Building.
Bauherr:Airbus Deutschland GmbH, Hamburg
Fertigstellung:2008
Standort:Tianjin / VR China
Final Assembly Line für die A320 Familie Airbus Operations GmbH initiierte im Jahr 2006 die Planung eines neuen Endmontagewerks für den Airbus A320 in Tianjin, China. Die Hafenstadt Tianjin liegt 140km südöstlich von Peking und ist Industriezentrum, Verkehrsknoten und kultureller Mittelpunkt der Region. Das Werk grenzt an das Gelände des internationalen Flughafens. Es ist das erste Fertigungswerk außerhalb Europas. Hier werden Bauteile der A320 Familie aus den europäischen Werken in Toulouse und Hamburg montiert. Es werden vier Flugzeuge pro Monat fertiggestellt. Diese werden überwiegend auf dem chinesischen Markt ausgeliefert. PAP hat diesen Auftrag als Generalplaner bearbeitet. Auf einem Gelände von 110ha wurdedas Flugzeugwerk mit einem Großteil der notwendigen Produktions- und Infrastrukturgebäuden nach deutschem Planungsstandard errichtet. Die Planung von weiteren Gebäuden erfolgte durch zwei andere Architekturbüros. Für das gesamte Werk sicherte PSP die Qualitätskontrolle vor Ort mit seiner Oberbauleitung. Die fachtechnische Begleitung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit chinesischen Planern und ausführenden Firmen. Das Gelände war mit Baumwollfeldern bepflanzt, die von Wassergräben durchzogen wurden. Zunächst galt es das Gelände zu erschließen und die Infrastruktur herzustellen. Alle Gebäude wurden auf Pfählen gegründet und erdbebensicher ausgeführt. Die gesamte Bauzeit war auf zwei Jahre begrenzt, im Jahr 2009 wurde das erste Flugzeug ausgeliefert. PSP entwickelte eine Gestaltungssatzung um dem Werk ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben. Die Gebäude werden in ihrer Kubatur und Höhe aufeinander abgestimmt. Sowohl die Hallen als auch die Verwaltungsbauten erhalten Flachdächer in unterschiedlichen Konstruktionen. Alle Gebäude werden einheitlich gestaltet und erhalten eine Metallpaneelfassade. Die Farbgebung der Paneele ist hell und betont den Metallcharakter. Lichtbänder versorgen die Gebäude mit Tageslicht. Besondere Nutzungen werden durch Ganzglasfassaden hervorgehoben.

Bildnachweis: CAPDI / PSP Architekten Ingenieure

STILL Produktionshallen und Logistikzentrum
Hamburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
STILL Produktionshallen und LogistikzentrumHamburg
Gebäudeart:Neubau von Produktionshallen zur Herstellung von Gabelstaplern (Halle 630, 627C, 148, 222), eines Logistik-Zentrums und einer Pförtnerloge sowie Erweiterungen und Umbauten
Bauherr:STILL GmbH Hamburg
Fertigstellung:1995 bis 2008 (diverse Neubauten sowie Erweiterungen)
Standort:Berzeliusstr. 10, Hamburg-Billbrook
Die Firma Still ist ein weltweit agierender Hersteller von Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten. Im Zeitraum von 1995 bis 2008 betreuten wir den Neubau von Produktionshallen zur Herstellung von Gabelstaplern, eines Logistik Zentrums und einer Pförtneranlage sowie diversen Erweiterungen und Umbauten. Das Werksgelände liegt im Industriegebiet Hamburg-Billbrook. An der viel befahrenen Ecke Wöhlerstraße, Berzeliusstraße entstand das neue Service Centrum. Im Rahmen der Firmen CI wurde direkt an der Ecke ein Werbeturm errichtet. Eine Stahlkonstruktion stellt auf mehreren Ebenen Gabelstapler aus. Die dahinterliegende gewellte Metallfassade bildet einen ruhigen Hintergrund und nimmt das Firmenlogo auf. Der anschließende Verwaltungsbau setzt sich durch ein transparentes Fassadenfeld, hinter dem die Funktionen der Lagertechnik sichtbar werden, ab. Ziel war es einen einfachen Industriebau so aufzuwerten, dass dieser einem weltweit operierenden Staplerhersteller eine angemessene Plattfom zur Präsentation seiner Produkte bietet.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Airbus A380 Spares Centre, Zentrallager
Dubai / VAE

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Airbus A380 Spares Centre, ZentrallagerDubai / VAE
Bauherr:Airbus Deutschland GmbH, Hamburg
Bruttogeschossfläche:7.000 m²
Fertigstellung:2007
Standort:DAFZA Dubai Airport Freezone Authority, Flughafen Dubai / VAE
Das Gebäude dient der schnellen Ersatzteilversorgung von Airbus Flugzeugen, hier besonders auch des A380 im arabisch/asiatischen Raum. Alle benötigten Ersatzteile von besonderen Schrauben bis hin zum Seitenleitwerk sind hier abrufbar. Das Ersatzteillager ist in zwei Bereiche unterteilt. Zum einen das große Block- und Palettenlager für Großbauteile und zum anderen das Kleinteilelager. Über dem dreigeschossigen, teilweise im UG liegenden Kleinteilelager befinden sich zwei Bürogeschosse. Des Weiteren befinden sich im UG die Parkplätze für die Büroangestellten und Technikflächen, wie der Sprinklertank. Anhand der Fassade sind die Funktionen ablesbar. Der Verwaltungstrakt ist in massiver Bauweise errichtet und erhält in den oberen beiden Geschossen eine Glasfassade als Aluminium Pfosten Riegel Konstruktion. Der Erdgeschossbereich hinter dem sich das Ersatzteillager verbirgt ist mit horizontalen Metalllamellen verkleidet. Die Lagerhalle ist in Stahlbauweise erstellt und mit großen Metallpaneelen verkleidet. Für eine gute Tageslichtversorgung im Lager sorgen drei Fensterbänder.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

medac Bürogebäude
Wedel

VERWALTUNG
medac BürogebäudeWedel
Bauherr:medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH, Wedel
Bruttogeschossfläche:4.000 m²
Fertigstellung:2007
Standort:Rosengarten 25, Wedel bei Hamburg
Der Neubau ist Teil eines innerstädtischen Gesamtkomplexes, der bereits in den Jahren 1999 (Hauptgebäude) und 2002/2003 (Erweiterungsbauten 2.BA/3.BA) als Forschungs- und Laborgebäude durch uns in Wedel erstellt wurde. Das Solitärgebäude am Rosengarten 25 wird durch das Pharmaunternehmen medac (Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH) als Verwaltungsgebäude genutzt und ist fußläufig vom Hauptgebäude an der Theaterstraße erreichbar. Bestehend aus vier oberirdischen und einem unterirdischen Geschoss verfügt das Gebäude über Gesamtmaße von etwa 50 x 18 Metern. Das Untergeschoss wird mit Hilfe von Parkpaletten zweigeschossig als Tiefgarage genutzt. Durch Staffelung und Auskragung der oberen Geschossriegel erhält das Bauwerk eine charakteristische Kubatur: An den Längsseiten staffeln sich das zweite und dritte Obergeschoss so zurück, dass begehbare Dachterrassen entstehen. Am südlichen und nördlichen Giebel kragt der oberste Geschossriegel jeweils weit aus. Als strukturbildendes Element wird das Gebäude durch eine pergolaförmige Rahmenkonstruktion eingefasst. Die Büroflächen sind weitgehend als Zwei- oder Dreiachs-Räume definiert. Bei den Büroeinheiten handelt es sich größtenteils um Einzelbüros. Zur Strukturierung der einzelnen Bereiche wurde ein raumhohes Glas-Trennwandsystem eingesetzt. Außerdem dienen mittig in die gläserne Bürotrennwand integrierte Aktenschrankelemente der räumlichen Trennung. Aufgrund der gestaffelten Gebäudekubatur verfügen die Büroräume in den beiden obersten Geschossen auf den gesamten Längsseiten über direkten Zugang zur Außenterrasse. Im obersten, dritten Geschoss befindet sich der größte Besprechungsraum des Hauses. Im ca. 6 Meter auskragenden Gebäudeteil auf der Südseite positioniert, schwebt dieser Raum über dem Haupteingang und dem gesamten Straßenraum und gewährt somit interessante Ausblicke über die Stadt bis hin zur Elbe. Im Boden der auskragenden Geschossdecke wurde jeweils eine quadratische Aussparung (ca. 70 x 70 cm) in den beiden Raumecken eingefügt. Durch eine Doppelglasscheibe bietet sich dem Betrachter ein vertikaler Durchblick, welcher 10 Meter tief bis auf den Vorplatz des Gebäudes reicht. Die Fassade des Stahlbeton-Skelettbaus korrespondiert mit der Pfosten-Riegel-Konstruktion des Hauptsitzes an der Wedeler Theaterstraße. Stehende Formate wechseln sich als geschlossene, teils verglaste und blau eingefärbte Elemente in unregelmäßiger Folge ab.

Bildnachweis: Achim van Gerven, Hamburg

Sport- und Erlebnisbad nautimo
Wilhelmshaven

SONDERBAUTEN
Sport- und Erlebnisbad nautimoWilhelmshaven
Bauherr:SWW Stadtwerke Wilhelmshaven
Bruttogeschossfläche:10.000 m²
Fertigstellung:2007
Standort:Friedenstrasse 99, Wilhelmshaven

Der durch die Stadtwerke Wilhelmshaven ausgeschriebene Auftrag bestand in der Gestaltung und Realisierung eines zeitgemäßen, funktionalen und wirtschaftlichen Freizeitbads. Bei diesem Projekt lag der Entwurfsgedanke darin, die diversen Funktionen und Bereiche des Bades optisch und logistisch zusammenzufassen und dennoch die Möglichkeit einer getrennten Nutzung zu erhalten. Die Haupterschließung erfolgt ausgehend vom Bestandsparkplatz über eine gezielte Wegeführung im Außenbereich zum zentral angeordneten Foyer. Hier kann der Besucher durch eine großzügige Glasfront bereits visuell in die Erlebniswasserwelt eintauchen. An das Foyer als zentrales Bindeglied und Verteiler sind die unterschiedlichen, klar gegliederten Nutzungsbereiche wie Umkleiden von Schwimmbad und Sauna, Physiotherapie und öffentliche Gastronomie angeschlossen. Die dem Erschließungsbereich zugewandte Lochfassade verbirgt intime Nutzungen wie Umkleiden, Dusch-/Sanitärbereiche und Behandlungsräume. Sie lässt nur gewünschte und gezielte Ein- und Ausblicke zu. Aus den weiten Hallenräumen des Schwimm-, Erlebnis- und Saunabereichs öffnen sich hingegen großflächige, raumhohe Fensterfronten im Süden und Westen mit weichen Formen und lebendigen Farben und lassen den Blick in die Gartenanlagen schweifen. Der Schwimmbadbereich umfasst mehrere Funktionen. Die insgesamt ca. 1.000 m² Wasserfläche verteilen sich auf einen großzügigen Hallenbereich mit diversen Becken und Attraktionen wie einer Wasserrutsche. Die jeweiligen Nutzungen heben sich durch unterschiedliche geometrische Formensprache von klaren Linien bis hin zu organischen Formen voneinander ab.

Gebäudeart: Schwimmbad mit Sport- und Erlebnisbecken, Sprungbecken mit 3m-Sprung-Plattform Kinderbecken, Röhrenrutsche, Außenbecken, Saunawelt und Physio-Bereich

Bildnachweis: Foto-Design Klaus Schreiber, Wilhelmshaven / Iwersen Architekten GmbH, Wilhelmshaven / PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Berenberg Bank Eingang
Hamburg

VERWALTUNG
Berenberg Bank EingangHamburg
 

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Airbus A380 Ausstattungsmontagehalle 245/246
Hamburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Airbus A380 Ausstattungsmontagehalle 245/246Hamburg
Bauherr:Airbus Deutschland GmbH, Hamburg
Bruttogeschossfläche:22.000 m²
Fertigstellung:2006
Standort:Airbus-Werksgelände, Kreetslag 10, Hamburg-Finkenwerder
In unmittelbarer Nachbarschaft zur Struktur- und Ausrüstungsmontagehalle befindet sich auf der Westseite die speziell für den A380 konzipierte Ausstattungsmontagehalle. Hier erhält das an verschiedenen europäischen Standorten in enger Kooperation produzierte Airbus-Flaggschiff seine Innenausstattung, werden die Kabineninneneinrichtung, die Verkleidung, die Sitze montiert. Zwei Exemplare des derzeit weltweit größten Passagierflugzeugs können in dieser Halle gleichzeitig bearbeitet werden. Da die Maschinen hier im bereits endmontierten Zustand ankommen, haben die beiden Bauplätze eine enorme stützenfreie Fläche. Das Haupttragwerk des Gebäudes wird durch die zehn Meter hohen außenliegenden Stahlfachwerkbinder gebildet, davon abgehängt befindet sich im Innenraum unterhalb der Dachebene das Nebentragwerk. Abgesehen vom Tragwerk prägt vor allem die charakteristische Formgebung das äußere Erscheinungsbild der 195 x 82 Meter großen Halle. Die rechteckige Grundform wird durch die an die nördliche Fassade andockenden sogenannten Bughutzen sowie die aus dem Dach herausragenden Heckhutzen durchbrochen, welche die Nase bzw. das Seitenleitwerk des A380 aufnehmen. Auf diese Weise folgt die Gebäudeform der Kontur des Flugzeugs und optimiert somit das Raumvolumen. Die Südfassade besteht im Wesentlichen aus geschlossenen 17 Meter hohen Schiebetorelementen, die in Bauplatzbreite aufgefahren werden können. Zur natürlichen Belichtung der Arbeitsplätze in der Halle sind Teilverglasungen in die Torflächen integriert. Auch die über den Toren liegenden Heckhutzen lassen sich öffnen; sie sind mit zweiflügligen Schwenktoren ausgestattet. An der Nordseite sind in einem sechsgeschossigen Riegelbau sämtliche Nebenfunktionsräume untergebracht. Die Fassade ist entsprechend den dahinter liegenden Funktionserfordernissen ausgeführt – im Produktions- und Sozialbereich sowie im Blickfeld von Büro- und Treppenräumen erzeugen Fensterbänder mit öffenbaren Fensterflügeln Transparenz, in anderen Bereichen wurde mit wärmegedämmten Metallkassetten gearbeitet. Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Norddeutsche Landesbank (Umbau und Sanierung)
Braunschweig

VERWALTUNG
Norddeutsche Landesbank (Umbau und Sanierung)Braunschweig
Bauherr:Nord/LB Norddeutsche Landesbank, Braunschweig
Bruttogeschossfläche:11.400 m²
Fertigstellung:2005
Stanort:Dankwardstrasse 1, Braunschweig
In 18 Monaten Bauzeit wurde das 1891-94 vom herzoglichen Baurat Ernst Wiehe im neugotischen Stil, unter Einbeziehung von Teilen des benachbarten ehemaligen Paulinerklosters, erbaute „neue Leihaus“ generalüberholt und durch den Neubau der 3-geschossigen, elliptischen Kundenhalle im früheren Innenhof zur Bezirksregierung erweitert. Die äußere, unter Denkmalschutz stehende Fassade wurde saniert, das Gebäudeinnere großflächig geöffnet. Der lichte Eingang und die beschwingte Wellendecke sind architektonischer Auftakt zur 3-geschossigen offenen Halle mit elliptischen Deckenöffnungen und angegliederten offenen Galerien im 1. und 2. Obergeschoss. Der elliptische, „steinerne „Marktplatz“ im Erdgeschoss ist die neue Mitte für die Kunden, vielfältige Veranstaltungen wie Empfang, Grundstücksbörse, kleine Konzerte usw., flexibel auf Zukunft angelegt nutzbar. Die vertikale Erschließung in der Ellipse ist deutlich ablesbar durch das raumbildende Element Wendeltreppe bestehend aus einem Öl-Pipeline-Rohr mit angeschweißten, gefalteten Stahlstufen und gläserner Brüstung zu den Geschossen. Den oberen Abschluss bildet das elliptische Glasdach, 22x30m, als hängende Seilnetzkonstruktion mit rahmenloser Verglasung, das die Außenwelt auch innen spürbar macht (man sieht Sonne, vorbeiziehende Wolken und damit Schatten, hört leicht den Regen wie auf einem Marktplatz).

Bildnachweis: Klemens Ortmeyer, Hannover

Airbus A380 Lackierhalle
Hamburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Airbus A380 LackierhalleHamburg
Bauherr:Airbus Deutschland GmbH, Hamburg
Bruttogeschossfläche:42.200 m²
Fertigstellung:2004
Standort:Airbus-Werksgelände, Kreetslag 10, Hamburg-Finkenwerder
Die Gebäudeform mit der an zwei Flugzeuge angepassten Geometrie entstand durch ein Optimierungsverfahren zwischen Nutzeranforderungen an den Lackierprozess, den technischen Möglichkeiten der Arbeitsplattformen und den zu erwartenden Kosten für Bau und Betrieb der Lackierhalle. Die Nutzflächenverteilung ist geprägt durch den eigentlichen Lackierbereich, der ca. 80 Prozent der Grundfläche einnimmt. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Plätze zur Endlackierung des A380. Auf Teleplattformen bewegen sich die Arbeiter um das Flugzeug herum; eine in den Boden eingelassene Luftabsaugung sorgt für gute Arbeitsbedingungen. Die Ablufttürme dieser Absaugung prägen neben der Gebäudeform und der schimmernden Fassade aus Metallsandwichpaneelen das Erscheinungsbild des Baukörpers. Die Tragstruktur des Gebäudes wurde entwickelt aus den Anforderungen der Stützenfreiheit der Hallenfläche, der Einbindung einer Hutze in die Dachstruktur und der Möglichkeit zur kompletten Fassadenöffnung der Ostseite durch Schiebetore zum Ein- und Ausfahren des Flugzeugs.Das Dachtragwerk der gesamten Halle wurde als Stahlkonstruktion ohne Brandschutzanforderungen geplant. Das Haupttragwerk liegt außerhalb des umbauten Raumes: 10 Meter hohe Fachwerkträger überspannen das gesamte Gebäude. Die Hallensohle, die Untergeschosse der Lüftungszentralen, das Regenwasserbecken und die Lüftungskanäle wurden auf Stahlbetonpfählen tiefgegründet. Da die unter der Hallensohle liegenden Bauteile ins Grundwasser eintauchen, sind diese aus wasserundurchlässigem Beton gefertigt.

Bildnachweis: Oliver Heissner, Hamburg

Orang-Utan-Haus, Tierpark Hagenbeck
Hamburg

SONDERBAUTEN
Orang-Utan-Haus, Tierpark HagenbeckHamburg
Auftraggeber:Gemeinnützige Gesellschaft Tierpark Hagenbeck, Hamburg
Bruttogeschossfläche:1.000 m²
Fertigstellung:2004
Standort:Lokstedter Grenzstraße 2, Tierpark Hagenbeck, Hamburg

Da das in den 60er Jahren gebaute Menschenaffenhaus nicht mehr den Anforderungen einer modernen, artgerechten Tierhaltung und erst recht nicht der Erwartungshaltung eines aufgeklärten Publikums genügte, entschloss der Tierpark Hagenbeck sich zum Bau einer richtungsweisenden Anlage für Orang-Utans. Das in Hamburg herrschende Klima rechtfertigt eine Außenanlage zusätzlich zu einer Innenanlage nicht, daher wurde das neue Orang-Utan-Domizil als überdachtes Außengehege geplant. Es ist mit einer halbkugelförmigen Kuppel von 32 Metern Durchmesser, die sich zur Hälfte öffnen lässt, überdacht. Die Nacht- und Schlafplätze sowie die Räume für Futterzubereitung und die Personal- und Technikräume befinden sich im Unterbau des Kuppeltragwerks. Die Rippennetz-Kuppel ist aus Stahlprofilen aufgebaut und mit mehrlagigen ETFE-Membranen ausgefacht. Dieser stabile Fluorpolymer-Kunststoff bietet gegenüber einer Glasausfachung mehrere Vorteile. Das Folienmaterial lässt UV-Licht in den Innenraum und gewährleistet so das Pflanzenwachstum. Die Verschattung wird durch silberfarbene Punktbedruckung erreicht. Die Trennung innerhalb des Urwaldhauses zwischen Gehege und Zuschauerraum soll möglichst natürlich wirken. Es wurden dementsprechend keine Gittersysteme verwendet – als Barriere dienen Wasserflächen, Gräben, Felsenbeton und Glasscheiben. Das Gebäude wurde im Jahr 2004 vom Architekten und Ingenieurverein Hamburg als „Bauwerk des Jahres“ ausgezeichnet.

Bildnachweis: Wetzel & von Seht, Hamburg

Bürogebäude Glockengießerwall
Hamburg

VERWALTUNG
Bürogebäude GlockengießerwallHamburg
Bauherr:IVG Immobilien AG, Hamburg
Bruttogeschossfläche: 3.500 m²
Fertigstellung:2003
Standort:Glockengießerwall 19, Hamburg-Innenstadt
Das achtgeschossige Verwaltungsgebäude besetzt eine Prominente Ecke im Herzen der Hamburger Innenstadt. Gegenüber liegt die Kunsthalle, fußläufig sind Hauptbahnhof und Alster zu erreichen. Das Gebäudevolumen ist durch den Einsatz verschiedener Fassadentypen strukturiert und fügt sich in die kleinteilig gegliederte Gebäudestruktur der Innenstadt ein. Ein Arkadengang im Erdgeschoss  gibt dem Gebäude zudem eine horizontale Gliederung. Die  Gebäudeecke ist als Doppelfassade ausgeführt. Die Fenster sind in lackiertem Holz hergestellt und geben dem Gebäude eine besondere Farbigkeit. Als Wärme- und Schallschutz liegt davor eine Glasfassade mit farbigen Aluprofilen. Im Anschluss befindet sich beidseitig ein Baukörper aus massivem Naturstein. Hier sind die Fenster aus Schallschutzgründen als Kastenfenster ausgebildet. Der Glasbaukörper überragt die Natursteinfassaden um ein Geschoss. Er wirkt wie ein dazwischen geschobener Baukörper und unterstützt die kleinteilige Gliederung des Gebäudevolumens.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

medac Forschungs- und Laborgebäude
Wedel

FORSCHUNG | INDUSTRIE
medac Forschungs- und LaborgebäudeWedel
Bauherr:medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH, Wedel
Bruttogeschossfläche:gesamt: 22.000 m²
Fertigstellung:1999, Erweiterung 2./3. BA: 2002 / 2003
Standort:Theaterstrasse 6, Wedel bei Hamburg
Die Stadt Wedel in Schleswig-Holstein stellte der Firma medac im Jahre 1997 ein Baugrundstück im ‚Herzen der Stadt’ zur Verfügung. Das ehemals am Hamburger Jungfernstieg gegründete Pharmaunternehmen suchte für seinen wachsenden Betrieb zu jener Zeit ein Grundstück, um ein repräsentatives Gebäude als Firmensitz entstehen zu lassen. Hierfür gab es einen eingeladenen Wettbewerb gemeinsam mit fünf renommierten deutschen Architekturbüros. Der außergewöhnliche Reiz der Entwurfsaufgabe lag einerseits darin, die unterschiedlichen Nutzungen (Logistik, Hochregallager, Konfektionierung, Kommissionierung, Labor, Versand und Administration) mit den entsprechenden Gebäudeanforderungen zu vereinen. Andererseits ging es darum, auf einem innerstädtischen Gelände innerhalb eines Wohngebietes ein Labor- und Produktionsgebäude so zu integrieren, dass es nicht als Fremdkörper dastehen, sondern sich in die Umgebung einfügen und die Gesamtsituation städtebaulich und architektonisch aufwerten würde. Vor diesem Hintergrund wurde in enger Abstimmung mit dem Nutzer zunächst eine Analyse der Produktionsabläufe durchgeführt, um eine kompakte und funktionale Anordnung der unterschiedlichen Bereiche zu erzielen. So entstand der Breitfuß des Gebäudes, in dem Produktion und Lager untergebracht sind. Das Hochregallager ist in die Erde eingelassen, so dass das Stadtbild nicht beeinträchtigt wird und die Ware auf kürzestem Wege ein- und ausgebracht werden kann. Repräsentativ gestaltet sich der Eingangsbereich. Dieser ist klar gekennzeichnet durch eine fünfgeschossige, verglaste Eingangshalle, deren Wirkung durch ein auskragendes, transparentes Stahlvordach und 20 Meter hohe, freistehende Stützen verstärkt wird. Innerhalb des Gebäudes wurden bewusst an hochfrequentierten Wegkreuzungen offene Kommunikationsplätze wie Teeküchen, Teamräume, die Kantine oder auch öffentliche Dachterrassen positioniert. Die Fassade, eine Pfosten-Riegel-Konstruktion, unterliegt einem strengen Ausbauraster. Durch die konstruktive Idee, das tragende Skelett von der Rohbaukante zurückzusetzen, ergab sich die Möglichkeit, dieses Raster durch vorgehängte farbige Gläser unterschiedlicher Höhe auf spielerische Weise optisch zu durchbrechen. Einen weiteren Höhepunkt des Gebäudes stellt der Übergang zum Erweiterungsbau im Staffelgeschoss dar. Um die Schnittstelle vom ersten zum zweiten Bauabschnitt deutlich spürbar zu machen, wurde eine Erlebnisbrücke gestaltet. Der gläserne Verbindungsgang wird umsäumt von ‚Lichtgras’. Diese für das Bauvorhaben speziell entwickelte Beleuchtungstechnik setzt sich aus unterschiedlich langen Lichthalmen zusammen, deren feine Acrylglasrohre ihr Licht rhythmisch in acht verschiedene Farbtöne verändern.

Bildnachweis: Dirk Robbers, Hamburg

Bürogebäude Goldbekplatz
Hamburg

VERWALTUNG
Bürogebäude GoldbekplatzHamburg
Bauherr:GbR Goldbekplatz 3, Hamburg
Bruttogeschossfläche:6.000 m²
Fertigstellung:2002
Standort:Goldbekplatz 3, Hamburg-Winterhude
Das Grundstück liegt direkt am Goldbekkanal, umgeben von der gründerzeitlichen Wohnbebauung Winterhudes. Die Idee war es, den Stadtteil ans Wasser heranzuführen und das Gebäude als Ankerpunkt dafür zu nutzen. So war ursprünglich eine Passage durch das Gebäude zum Kanal und dort ein Spazierweg vorgesehen. Nach Abstimmungen mit den Behörden resultieren aus dieser Grundidee die heutige Sitzecke am Wasser und die transparente Fassadengestaltung. Das viergeschossige Bürogebäude ist in zwei Baukörper gegliedert. Zwischen ihnen liegt die vertikale Erschließung. Sie führt hinunter in die Tiefgarage und endet oben unter einem runden Dach, welches das Entree zur aussichtsreichen Dachterrasse bildet. Ein Baukörper grenzt direkt an die ehemalige Fabrik an. Er nimmt ihre Kubatur auf und setzt ihre massive Wirkung in der Lochfassade fort. Rot eingefärbte Sperrholzplatten aus dem Schiffsbau vermitteln zum Mauerwerk der bestehenden Bebauung. Die anschließende Eckbebauung setzt sich in ihrer Anmutung deutlich vom Bestand ab. Das Gebäude springt zurück und erstreckt sich parallel zum Kanal. Die moderne Ausprägung dieses Baukörpers wird durch die außenliegenden Stützen im Erdgeschoss und das zurückspringende Staffelgeschoss unterstützt. Das auf dem gläsernen Staffelgeschoss liegende Dach scheint nahezu zu schweben. Der gesamte Gebäudeteil wirkt leicht, fast immateriell. Die sich wiederholende Verwendung von Holz und Glas unterstützt die Wahrnehmung beider Einheiten als ein Ensemble. Holz, in Form von Sperrholzplatten, steht bei dem vermittelnden Baukörper im Vordergrund. Bei der Eckbebauung ist das Verhältnis von Holz und Glas entgegengesetzt. Der Stahlbetonskelettbau ist von einer Stahl-Glasfassade umhüllt; die Teilausfachungen sind als horizontale Bänder in den wiederkehrenden, rot eingefärbten Sperrholzplatten ausgeführt. Bodentiefe Fenster öffnen die Büros zur Umgebung, dabei bieten Öffnungsflügel aus Holz die Möglichkeit zur natürlichen Lüftung. In fünf Glaserkern zur Kanalseite steht man über dem Wasser und kann den Ausblick entlang des Kanallaufes genießen. Markant ist die Scharfkantigkeit beider Baukörper durch die präzise Entwicklung und Ausführung der Details aus einer Hand.

Bildnachweis: Manfred Schulze-Alex, Hamburg

BMW-Niederlassung Elbvororte
Hamburg

SONDERBAUTEN
BMW-Niederlassung ElbvororteHamburg
Bauherr:TACET Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf
Bruttogeschossfläche:7.800 m²
Fertigstellung:2002
Standort:Osdorfer Landstrasse 50, Hamburg-Osdorf
Strategische Überlegungen der BMW-Group zur weiteren Erschließung des Großraumes Hamburg erforderten den Bau eines neuen Filialbetriebs. Das Grundstück wurde aufgrund des äußerst günstigen Standortes an der hoch frequentierten Straßenkreuzung Flurstraße / Osdorfer Landstraße gegenüber dem Elbe-Einkaufszentrum ausgewählt. In dieser neuen Filiale der Niederlassung Hamburg erfolgt überwiegend der Verkauf von neuen Automobilen, Ersatz- und Zubehörteilen. Der geschwungene Fassadenverlauf verstärkt den dynamischen Anspruch der Automarke. Die zweigeschossige Pfosten-Riegel-Konstruktion gewährt Einblicke in den Gesamtraum der Ausstellungshalle und fungiert als großes Schaufenster. Zugleich verleiht die Nachtwirkung der großen Glasflächen mit den beleuchteten Fahrzeugen der Straßenkreuzung einen eindeutigen Charakter. In der Ausstellungshalle werden Neuwagen auf zwei Ebenen präsentiert, die durch eine gläserne Freitreppe und einen offenen Autoaufzug miteinander verbunden sind. Im Erdgeschoss befinden sich der Empfang, die Kundenannahme, der Teileverkauf, der Wartebereich für die Auslieferung der Neuwagen sowie einige Büros und Nebenräume. Im Obergeschoss sind weitere Büroräume untergebracht. Der angrenzende Gebäudeteil umfasst neben zwölf Werkstatt-Arbeitsplätzen mit Hebebühnen das Teilelager, die mechanische Instandsetzung, die Spenglerei, Nebenräume und im Obergeschoss weitere Büroräume, die über die Parkplätze des Kundenbereichs hinausragen. Im gesamten Untergeschoss befinden sich Stellplätze, östlich des Gebäudes steht zusätzlich eine Parkpalette mit fünf Ebenen. Das Gebäude wurde als Mischkonstruktion aus Stahl und Stahlbeton erstellt. 60 Prozent der Stahlbetonbauteile wurden als Halbfertigteile auf die Baustelle geliefert. Der Werkstattbereich wurde weitgehend als Stahlbau-Konstruktion errichtet. Ergänzend zur Pfosten-Riegel-Konstruktion der geschwungenen Ausstellungsfassade erhielt die restliche Fassadenfläche eine Metallwelle bzw. ein glattes Blech. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit wurde eine Wasser-Wiederaufbereitungsanlage eingebaut und die natürliche Belüftung der Räume ermöglicht.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

YXLON Labor-, Produktions- und Verwaltungsgebäude
Hamburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
YXLON Labor-, Produktions- und VerwaltungsgebäudeHamburg
Bauherr:IVG Immobilien AG, Hamburg / VALAD Property Group, Berlin
Bruttogeschossfläche gesamt:10.700 m²
Fertigstellung:2002
Standort:Essener Bogen 15, Hamburg-Langenhorn
YXLON International ist der führende Anbieter industrieller Röntgen- und Computertomografie-Systeme für die zerstörungsfreie Materialprüfung. PSP wurde mit dem Neubau des Firmensitzes mit angeschlossener Produktion beauftragt. Das Grundstück liegt im Gewerbegebiet Langenhorn im Norden Hamburgs und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Der Baukörper ist in zwei Volumen gegliedert. Zur Hauptstraße, der Langenhorner Chaussee erstreckt sich der Verwaltungsriegel. Im rechten Winkel dazu entwickelt sich die 50m lange Halle parallel zu den Bahngleisen. Hier befinden sich Werkstätten, Labore, Produktionsflächen und ein Hochregallager. Der gesamte Bau wurde als Stahlbetonfertigteilkonstruktion mit vorgehängter hinterlüfteter Metallfassade hergestellt. Prägendes Element des Bürotrakts sind die horizontalen Verschattungselemente. Direkt über den Fenstern sind auskragende Metalllamellen angebracht. Die hinter der Anlieferung aufragende Südfassade des Hochregallagers ist komplett mit Photovoltaik Elementen belegt. In die Fensterbänder der Südfassade wurden Lichtlenkgläser für die Verminderung der Tageslichtergänzungsbeleuchtung und damit des Energiebedarfes integriert.

Bildnachweis: Dirk Robbers, Hamburg

Verwaltungsbau LBS Zentrale
Hannover

VERWALTUNG
Verwaltungsbau LBS ZentraleHannover
Bauherr:LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover
Bruttogeschossfläche: 27.000 m²
Fertigstellung:2001
Standort:Kattenbrookstrift 33, Hannover-Bemerode
Vom Bauherrn wurde ein innovatives, zukunftsweisendes neues Bürogebäude im Sinne des EXPO-Mottos „Mensch, Natur, Technik“ im Jahr 2000 gewünscht. Unter einem durchgängigen 175 x 40 Meter großen Glasdach und mittels einer ebenso langen, 18 Meter hohen Glaswand zur Hauptverkehrsstraße abgegrenzt, sind vier baugleiche viergeschossige Häuser mit 500 Büroarbeitsplätzen angeordnet. Als Kopfbau dient ein schmaleres Haus mit den Sonderfunktionen Vorstand, Konferenz, Besucherberatung und Bistro. Die Grünhöfe zwischen den Häusern sind mit unterschiedlichen Themen gartenarchitektonisch gestaltet. Sie sind unbeheizt, werden aber auch im Winter nicht kälter als ca. 10 °C und bewirken durch diesen Wärmepuffer, dass alle Büroräume ohne Heizung auskommen.

Bildnachweis: Klemens Ortmeyer, Hannover

Verwaltungsgebäude ORGA Smart Card Center
Flintbek

VERWALTUNG
Verwaltungsgebäude ORGA Smart Card CenterFlintbek
Bauherr:ORGA Kartensysteme GmbH, Flintbek
Bruttogeschossfläche:23.000 m²
Fertigstellung:2001
Standort:Konrad-Zuse-Ring 1, Flintbek bei Kiel
Die Firma ORGA Kartensysteme GmbH zählt zu den internationalen Marktführern bei der Herstellung und dem Vertrieb von Smart Card Systemen. Die schleswig-holsteinische Niederlassung in Flintbek bei Kiel besteht aus einem Administrationsgebäude und einer Produktionshalle. Das Administrationsgebäude verfügt über eine Fläche von ca. 5.200 m2, die auf vier Geschosse verteilt ist und 185 Mitarbeitern Platz bietet. Als Zweibundanlage konzipiert, wird es von einer Holz-Aluminium-Fassade mit einer nahezu geschlossenen Verglasung und blauen Alu-Paneelen geprägt. Im benachbarten Produktionsbereich sind zwei je 1.700 m2 große Hallen durch eine Mittelspange verbunden worden. Alle Räume sind voll klimatisiert und größtenteils nach Reinraumklasse 100.000 ausgestattet.

Informatikzentrum TU Braunschweig
Braunschweig

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Informatikzentrum TU BraunschweigBraunschweig
Auftraggeber:Staatliches Baumanagement Braunschweig
Bruttogeschossfläche:11.000 m²
Fertigstellung:2001
Standort:Mühlenpfordtstraße 23, Braunschweig
In einem Gutachterverfahren entstand die Konzeption des Forschungs- und Verwaltungsgebäudes des Informatikzentrums der TU Braunschweig. Das Grundstück liegt im Norden der Stadt und schließt das Unigelände ab. Im Anbau an ein Hochhaus wird die städtebaulich prägnante Ecke mit dem Neubau geschlossen. Das Hochhaus wurde in den 70er Jahren ebenfalls von PSP nach einem Wettbewerbsgewinn gebaut. Es bildet den ersten Bauabschnitt von drei geplanten Gebäuden. Der kompakte Baukörper erstreckt sich über sechs Geschosse. Die Büros sind als Einbund konzipiert und umschließen ein innenliegendes, überdachtes Atrium. In den unteren Geschossen befinden sich Werkstätten und Labore, in den oberen Geschossen sind die Büros angeordnet. Die Fassade ist klar gegliedert. Eine Aluminium Pfosten Riegel Konstruktion nimmt die als Band ausgebildeten Fenster auf. Brüstungen und Stürze sind mit eingefärbtem Glas verkleidet. Der Sonnen- und Blendschutz wird über außenliegende Markisen hergestellt. Das oberste Geschoss setzt sich vom Gebäude ab, es ist als Staffel ausgebildet. Es wird komplett verglast und erhält als Sonnenschutz auskragende horizontale Lamellen. Das gesamte Gebäude ist in seinem Energieverbrauch optimiert. Einen großen Teil trägt dazu das Atrium bei. Es funktioniert im Winter als Wärmepuffer, die angrenzenden Büros werden über das Atrium beheizt. Im Sommer dient das Atrium dem natürlichen Luftaustausch. In einem Teil der Westfassade wird der Einsatz einer elektrochromen Verglasung zum Sonnenschutz erprobt. Zudem wird die Beleuchtung der Arbeitsplätze wird über die Gebäudeautomation abhängig vom Tageslicht gesteuert. Das Informatikzentrum überprüft diese Maßnahmen zur Energieoptimierung in einem Monitorverfahren und verfeinert diese durch die Auswertung der erzielten Meßergebnisse.

Bildnachweis: TU Braunschweig / Klemens Ortmeyer

Lilly Forschungs- und Laborgebäude
Hamburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
Lilly Forschungs- und LaborgebäudeHamburg
Bauherr:IVG Immobilien AG, Hamburg
Bruttogeschossfläche:15.000 m²
Fertigstellung:1999 (2012 Umbau für die Evotec AG)
Standort:Essener Bogen 7, Hamburg-Langenhorn
Als Ergebnis eines Investorenwettbewerbs wurde das Forschungs- und Laborgebäude der Lilly Forschung GmbH auf dem Gelände der IVG Immobilien GmbH in Hamburg-Langenhorn errichtet. Das Gebäude dient zur Erforschung und Entwicklung neuer pharmazeutischer Wirkstoffe. Zwei Drittel der Nutzflächen bestehen aus Laboren in entsprechenden Reinraumklassen. Diese Nutzungen werden in einem viergeschossigen Gebäude aufgenommen. Es besteht aus zwei parallelen Riegeln, die an ihren Enden durch Kopplungsbauwerke verbunden sind. Der Innenhof ist mit einem Glasdach überwölbt. Der Hof unterstützt die natürliche Be- und Entlüftung und dient als zusätzliche Nutzfläche für verschiedenartige Aktivitäten. Zur natürlichen Belichtung einiger Räume im Untergeschoss ist der Innenhof in Teilbereichen abgesenkt. Die untere Ebene ist mit weißem Kies und einer mediterranen Bepflanzung gestaltet. In einer Stufe zwischen den beiden Ebenen befindet sich ein Wasserbecken, welches die parallelen Gebäuderiegel auch optisch verbindet. Ein Steg überspannt die Vertiefung und das Wasserbecken, er führt von der Empfangshalle auf die Terrasse der Kantine. Die Konstruktion des Gebäudes erfolgte in Stahlbetonfertigteilbauweise; somit konnte die vorgegebene sehr kurze Bauzeit eingehalten werden. Während die Außenfassaden überwiegend aus Leichtmetall-Kassetten mit Fensterbändern bzw. Pfosten-Riegel-Fassadenelementen bestehen, wurden die Fassaden zur Halle hin durchgehend mit dem Material Glas in seinen verschiedenartigsten Anwendungsmöglichkeiten gestaltet. Die Farbigkeit des Gebäudes unterstreicht mit ihrem metallisch-gläsernen Charakter den High-Tech-Anspruch der inneren Nutzung. Markanter Punkt ist hier der über der Eingangshalle eingeschobene rote Kubus, der das Konferenzzentrum beherbergt.

Bildnachweis: Dirk Robbers, Hamburg