Die Tore von Moskau

Zu Beginn war eine sorgfältige Analyse der Umgebung erforderlich.
Das Projekt befindet sich inmitten zweier ikonischer Elemente der vergangenen Moskauer Architektur, von denen eines ein architektonisches Objekt und das andere ein Landschaftspark ist. Beide sind in ihrem Wesen repräsentativ für eine bestimmte Ästhetik der russischen Geschichte und daher für die von ihnen vertretenen architektonischen, ästhetischen und historischen Gründe im Rahmendes Entwurfs zu berücksichtigen. Der Sewerny-Bahnhof wurde von der venezianischen Architektur der Renaissance inspiriert, unmittelbar vom Herzogspalast in Venedig (Dogenpalast, Palazzo Ducale), insbesondere geprägt durch die Bögen der Loggien. Seine symmetrische und regelmäßige Fassade wird stark durch den hohen Turm geprägt. Es handelt sich um ein dreigeschossiges Gebäude, welches sich direkt zum Fluss öffnet. Es stellt ein riesiges Dampfschiff mit Schornstein dar.
Das ehemalige Terminal-Gebäude verfügte einst über eine Vielzahl von Funktionen, die es den Besuchern ermöglichten, eine angenehme Wartezeit zu genießen.
Der den Palast umgebende Garten, einer der wenigen erhaltenen Ikonen der Landschaftsarchitektur dieser Zeit, und damit von großer Bedeutung, basiert auf (neoklassischen) Prinzipien durch eine starre Struktur, die ein Netz von miteinander verbundenen Räumen und Wegen schafft.

Die Tore von Moskau

Standort

Moskau, Russland

Auftraggeber

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Größe

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Jahr

Wettbewerb 2019

Diese „alten“ architektonischen Prinzipien prägen unseren konzeptionellen Ansatz.
So haben wir beschlossen, dass der strukturelle Charakter der bestehenden Elemente beibehalten werden sollte und mehr noch, dass sie potenziert werden sollten und die Ausgangspunkte für die neuen kommenden Elemente definiert werden.
Der Park prägt seine Umgebung so stark, dass wir hier ansetzen und die Strukturen zunächst analysieren und weiterführen.

Zunächst wird der Park durch ein Netz von orthogonalen Linien strukturiert, die parallel und senkrecht zum Fluss verlaufen. Für uns wurde es ganz offensichtlich, dass diese senkrechte Achse sowohl physisch als auch ideologisch weiter in die Fläche hineingezogen werden sollte. Ihre prägende Kraft muss markiert und weiter ins Wasser ausgedehnt werden.
Am Ende dieser Achse geht die Fläche über in Gebäude und Türme. Die Türme verteilen sich rhythmisch auf der Fläche und korrespondieren mit dem Turm des Bahnhofs.
Zwischen diesen Gartenachsen schafft der Garten mehrere Felder, und jedes dieser Felder beinhaltet einen polygonalen Platz. Diese regelmäßigen Polygone variieren von Quadraten, Kreisen, Diamanten und Achtecken. So wurde für uns klar, dass unsere zweite architektonische Bewegung darin bestehen würde, diese Polygone weiter in die Plattform und zwischen den zuvor erwähnten Türmen zu bringen. Diese Polygone werden dann zu 3 Stockwerken geformt und würden eine Vielzahl von Aspekten beinhalten.
Diese erste einfache Struktur gab uns eine sehr stabile Silhouette, die nicht nur eine modulare und regelmäßige Basis schafft, sondern auch eine Einheit mit dem bestehenden Bahnhof schafft. Nachdem die Grundidee für das Projekt-Gebiet festgelegt wurde, war auch klar, dass das gesamte Gebiet dann in mehrere Abschnitte unterteilt werden sollte, von denen jeder einzelne unterschiedliche Inhalte und Nutzungen bietet (Sektoren A-F).

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