Reederei Ahrenkiel

Das Gebäude ordnet sich in die vorhandene Struktur der Blockrandbebauung ein, wird aber durch die konsequent klassische Gebäudeästhetik zu einem städtebaulichen Zeichen.
Typologisch knüpft der Bau nicht an den Archetyp des rationalen Verwaltungsbaus an, sondern versteht sich in der Tradition der Kontorhäuser. Daher bestimmen Funktionalität, Schlichtheit und Strenge das Ensemble. Eine klare Volumetrie verankert den Neubau im ästhetisch heterogenen Umfeld  Inspirierender Mittelpunkt ist das Foyer hinter dem Haupteingangsportal. Es dient als Schnittstelle für die Erschließung des Gebäudes. Die zwei lichtdurchfluteten Lufträume verbinden als Kommunikationsbereiche die Innenhöfe sowie die Geschosse. Die „Kommandobrücke“ liegt als eigenständiger, metallisch glänzender Körper auf der steinernen Kubatur. Ganzglasfassaden stellen Blickbeziehungen zwischen der Alster und St.Georg her. Zwei großzügige Terrassen erweitern den Raum zur Repräsentanz.
Die Fassaden entwickeln sich aus den gleichen Prinzipien der Einfachheit und Bewegung wie die Baukörper. Der Wechsel von grauen bzw. weißen Steinflächen und großzügigen Verglasungen verleiht den klaren Gebäudekuben eine zurückhaltende Eleganz.

Reedereigebäude Ahrenkiel

Standort

An der Alster, Hamburg / Deutschland

Auftraggeber

Christian F. Ahrenkiel GmbH & Co. KG, Hamburg

Größe

5.000 m²

Jahr

2009

Die tief eingeschnittenen Fenster und der Übergang zu den großen Verglasungen geben der Fassade eine interessante Plastizität und Lebendigkeit. Kleine architektonische Eingriffe an den bodentiefen Fenstern verbessern nicht nur die Belichtung, sondern finden darüber hinaus eine moderne, zeitgenössische Form für ein traditionelles Element der Architektur.
Perfekte Details stehen nicht zuletzt für Solidität und Wertbeständigkeit.
Die Arbeitsplätze verteilen sich auf Einzel-, Zweier-, Vierer- und Großraumbüros, die sich nach Bedarf gemäß dem Fassadenraster frei verändern lassen.
Maßgeblich für die Qualität der Innenräume sind die „besonderen Orte“: kommunikative und halböffentliche Bereiche wie Terrassen, Lounge, Wintergarten, Meeting Points und Lichthöfe.
Als „Sonnenflecken“ sorgen sie für eine einzigartige Atmosphäre im Gebäude.
Besprechungsräume und Büros sind zu den Flurzonen hin transparent ausgebildet. Dadurch ergeben sich vielfältige Ein- und Ausblicke.

Bildnachweis: Klaus Frahm, Hamburg

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