SONDERBAUTEN

Erweiterung Heinrich-Heine-Gymnasium
Hamburg-Poppenbüttel

SONDERBAUTEN
Erweiterung Heinrich-Heine-GymnasiumHamburg-Poppenbüttel
Gebäudeart:Schulbau
Bauherr:Schulbau Hamburg
Bruttogeschossfläche, gesamt:1.200 m²
Fertigstellung (geplant):2019
Mit dem Anbau an die bestehende Sporthalle soll der seit Jahren bestehenden räumlichen Unterversorgung entgegengewirkt werden. Der Anbau kann mit der vorhandenen Sporthalle zu einer 2-Feld-Sporthalle verbunden werden und wird darüber hinaus mit Ganztagsflächen und Unterrichtsräumen mit Differenzierungsfläche geplant. Dadurch ist die Sporthalle multifunktional auch als Aula mit Bühne und Backstage nutzbar. Vom nordwestlichen Haupteingang gibt es zwei Zugänge, die eine Teilung der unabhängigen Nutzung durch den Schulbetrieb und externer Sportvereine zulassen. So wird über den Haupteingang direkt das Foyer erreicht, welches als interner Verteiler zu den Klassenräumen, den Ganztagsraum, der Bühne und dem Schulsport fungiert. Gleichzeitig übernimmt das Foyer die Funktion des vorgelagerten Aufenthalts im Rahmen von Schulveranstaltungen wie Zeugnisvergaben und Theateraufführungen, die in der multifunktionalen Sporthalle stattfinden sollen. Das Foyer ist mit einem großen Oberlicht geplant, welches den Raum lichtdurchflutet und bietet neben der Funktion des vorgelagerten Aufenthalts auch Raum als Pausenfläche für die Schüler. Über die räumliche Erweiterung hinaus soll der Zugang zum Schulgelände vom „Poppenbütteler Berg“ aufgewertet werden. Dabei entsteht durch den Anbau mit den nördlich angeordneten Klassen- und Ganztagsräumen eine Adressbildung, die den Zugang zu einer Ergänzung der Haupterschließung des Schulcampus von der Harksheider Straße aufwertet.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Lehrsaalgebäude für die Bundeswehr
Hamburg

SONDERBAUTEN
Lehrsaalgebäude für die BundeswehrHamburg
Gebäudeart:Schulgebäude
Bauherr:Deutsche Bundeswehr
Bruttogeschossfläche, gesamt:5.100 m²
Fertigstellung:2016
Das Lehrsaalgebäude liegt städtebaulich auf einer zentralen Erschließungsachse mit weiteren Gebäuden des Stützpunktes. 21 Ausbildungsräume sind auf drei Geschosse verteilt. Neben dem Eingang liegt der Hörsaal mit ansteigender Bestuhlung. Nebennutzflächen, Verwaltung und eine Fachbibliothek mit Magazin ergänzen das Erdgeschoss. Das Gebäude ist als Riegelbau ausgebildet. Der Hörsaal schiebt sich nach außen und akzentuiert den zentralen Eingang. Ihm gegenüber liegt der Eingang zur Bibliothek. Buntes Verblendmauerwerk wird im Zentrum um den Hörsaal und im Eingangsbereich durch Metallpaneele und Glaselemente unterbrochen. Der Hörsaal erhält eine Verkleidung aus Metallschindeln, diese Anmutung zieht sich in den Innenraum weiter und lässt ihn wie einen eigenständigen Baukörper wirken. Nischen vor den zu vierergruppen zusammengefassten Ausbildungsräumen strukturieren die 50m langen Flure. Ein durchgehendes Farbkonzept mit den Themen Land, Sand, Gras und wenige sich wiederholende Materialien verbinden das Gebäude zu einer homogenen Einheit. Das Lehrsaalgebäude wird Ende 2017 fertig gestellt.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure

Rettungsübungshalle für die Bundeswehr
Deutschland

SONDERBAUTEN
Rettungsübungshalle für die BundeswehrDeutschland
Gebäudeart:Schulgebäude / Schwimmhalle
Bauherr:Deutsche Bundeswehr
Bruttogeschossfläche, gesamt:2.700 m²
Fertigstellung:2016
Die Rettungsübungshalle wird von Marinesoldaten zur Ausbildung und zum Training genutzt. Hier werden Einsätze auf hoher See geübt. Dafür können bis zu 1m hohe Wellen mit einem Wellenball erzeugt werden, es gibt eine Bordwand und einen Turm zur Befestigung einer Rettungsrutsche. Ein Sportbecken in den Abmessungen 25m x 12,5m mit einem Sprungbereich steht zur Verfügung. Angegliedert ist ein Raum für die Aufbewahrung der Rettungsinsel. Für den Transport der Insel und des Wellenballs ist eine Kranbahn an der Decke montiert. Nebennutzflächen ergänzen das Erdgeschoss. Die gesamte Schwimmbad- und Haustechnik ist im Untergeschoss angeordnet. Im Obergeschoss befinden sich Umkleideräume, Duschen und eine Zuschauergalerie. Der Planungsauftrag ging aus einem VOF Verfahren hervor. PSP entwickelte einen funktionalen Baukörper in strenger Kubatur. Geschlossene Flächen aus buntem Verblendmauerwerk stehen im Wechsel zu eloxierten Metallpaneelen und verglasten Öffnungen. Ein Klinkerspiel über dem Haupteingang in Form einer Welle deutet die Nutzung des Gebäudes an. Der Eingangsbereich wird von dem auskragenden Obergeschoss akzentuiert. Der Lagerbereich und Nebennutzflächen schieben sich am Haupteingang eingeschossig unter dem massiven Baukörper hervor. Der erhöhte Bereich über dem Sprungturm unterstützt die horizontale Gliederung des Gebäudes. Oberlichtbänder versorgen die Halle mit Tageslicht. Die Nordfasssade erhält ein Fensterband zur Belichtung und ermöglicht damit einen Außenraumbezug während des Trainings.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Holstenhallen
Neumünster

SONDERBAUTEN
HolstenhallenNeumünster
Bauherr:Holstenhallen Neumünster GmbH
Bruttogeschossfläche:9.100 m²
Fertigstellung:2015
Standort:Justus-von-Liebig-Straße 2-4, Neumünster

Modernisierung und Erweiterung eines Messe- und Veranstaltungszentrums

Mit über 800 Veranstaltungen pro Jahr sind die Holstenhallen in Neumünster der größte Veranstaltungsort in Schleswig Holstein. Neben internationalen Reitturnieren, Holsteiner und Trakener Hengstmärkten ist die Nordbau als zweitgrößte Baumesse das Aushängeschild für diesen Veranstaltungsort. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Verbesserung des Messeangebotes haben die Holstenhallen im Jahr 2009 entschieden den Standort auszubauen, und die bestehenden Hallen zu modernisieren und zu erweitern. Das neu errichtete Foyer Ost verbindet die Hallen 2, 3, und 4 und bildet zugleich den Hauptzugang. Für die Technikzentralen und Werkstätten wurde ein 2 Gebäudekomplex errichtet. Zudem wurden umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. So wurde das Hallendach Halle 1 nachträglich gedämmt, die prägenden Oberlichtbänder wurden komplett erneuert und mit einer elektrisch gesteuerten Verdunkelung versehen. Neben einer temperierbaren Betonsohle wurde zur Verbesserung des Raumklimas eine neue Lüftungsanlage installiert. Die Sanitärbereiche im Foyer Nord und beim Übergang zur Halle 2 wurden von Grund auf erneuert und erweitert. Die alte Tribüne wurde gegen eine neue mit elektrischer Unterstützung verfahrbare Tribünenanlage ausgetauscht. Die Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Halle 1 erforderten hierbei einen besonders behutsamen Umgang mit der Bausubstanz, da diese unter Denkmalschutz steht. Das neue Herzstück des Ensembles bildet das neugeschaffene Foyer Ost. Es verbindet die Hallenkomplexe, sorgt hier für kurze Wegeverbindungen. Zudem dient es als Treffpunkt und kann als zusätzliche Veranstaltungsfläche genutzt werden. Der Einbau der Galerie im Foyer Ost erweitert den Umgang über 5 Glasbrücken im 1. OG der Halle 1. Ein Oberlichtband trennt den Alt- vom Neubau und versorgt das Foyer mit Tageslicht.

Bildnachweis: Thomas Nutt

Bildungscampus
Wien

SONDERBAUTEN
BildungscampusWien
Bauherr:Stadt Wien
Bruttogeschossfläche:24.500 m²
Bearbeitungszeitraum:Januar 2016
Standort:Wien, Österreich
offener Wettbewerb Die allgemeinen, von allen genutzten pädagogischen Bereiche sind in einer Straßenrandbebauung untergebracht. Zwischen den einzelnen Baukörpern dieser Bebauung werden kleine Plätze zum Verweilen angeboten die kurzweilige Blicke in das Geschehen des Bildungscampus erlauben. Die Randbebauung bildet somit einen ruhigen, geschützten Grünbereich, der die drei mehrgeschossigen Baukörper der Bildungsbereiche („Biber“) umschließt. Zentraler Raum des Bildungscampus ist die offen gestaltete Kommunikationszone, die von Norden bis Süden zentral über den Campus verläuft und alle Nutzungen miteinander verbindet. An beiden Enden der Zone befinden sich einladende Plätze, die gleichzeitig die Haupteingänge markieren. Das Dach der Kommunikationszone ist von innen und außen begehbar und erweitert den vorhandenen Freiraum. Wesentliche Elemente des Campus sind die „Biber“, welche in den drei- bis fünfgeschossigen Baukörpern untergebracht sind. Fassadenbegleitend werden spangenartig die jeweiligen Bildungsräume angeordnet. Sie umschließen die zentrale Multifunktionsfläche, die in einer lichtdurchlässigen Fassade mit vorgelagertem Balkon mündet.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Großmarkthallen
München

SONDERBAUTEN
GroßmarkthallenMünchen
Bauherr:Landeshauptstadt München
Bearbeitungszeitraum:November 2014
Standort:München, Bayern
Eingeladener Wettbewerb

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Familienzentrum
Neumünster

SONDERBAUTEN
FamilienzentrumNeumünster
Bauherr:Stadt Neumünster
Bruttogeschossfläche:1.600 m²
Bearbeitungszeitraum:Oktober 2015
Standort:Neumünster, Schleswig-Holstein
offener Wettbewerb Ziel des Wettbewerbes ist der Entwurf eines flexibel nutzbaren Gebäudes, das eng mit dem Quartier verbunden ist. Es sollen Nutzungen wie eine Kita, eine Jugendeinrichtung, ein Familienzentrum und ein Bewegungsraum in einem Baukörper zusammen gebracht werden. Der Entwurf verbindet die vier autark funktionierenden Nutzungen durch eine zentrale Begegnungsfläche, die neben der Funktion als zentrale Erschließung der jeweiligen Nutzungen vor allem auch als Raum des Kennenlernens und des gemeinsamen Austauschs dient. Die großzügig gestaltete Fläche wird durch einen Innenhof von allen Seiten natürlich belichtet und bietet so Raum für gemeinsame Feste, Ausstellungen und Vorführungen. Der Außenraum wird durch eine begehbare Dachfläche im Sinne einer optimalen Flächenausnutzung erweitert. Dadurch entsteht ein nicht öffentlich zugänglicher Außenraum mit vereinfachter Aufsichtsmöglichkeit, der auch außerhalb des Gebäudes den Kontakt zwischen den diversen Nutzern fördert.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Theater
Perm

SONDERBAUTEN
TheaterPerm
Bauherr:Volkswagen AG, Wolfsburg
Bruttogeschossfläche:18.000 m²
Bearbeitungszeitraum:August 2015
Standort:UI Lenina, Perm, Russland
Wettbewerb - Studie
Die im Ural liegende russische Stadt Perm wandelt sich derzeit von einer Industrie- zur Kulturstadt. Die Städteplaner und einheimischen Politiker investieren große Summen in das kulturelle Leben der Stadt. Projekte für neue Theater und Kunstgalerien entstehen an vielen Ecken und prägen somit das neue Stadtbild. Das Programm für das neue Theater Perm an der Uliza Lenina einer Hauptstraße im Zentrum Perms forderte einen großen Theatersaal mit mindestens 1200 Sitzplätzen, einen Konzertsaal mit 150 Sitzplätzen, ein Auditorium mit 170 Plätzen, sowie umfangreiche Künstlerbereiche, Bühnentechnikflächen, Tiefgarage und ein multifunktionales Foyer. Hinzu kommt die Inegration historischer Gebäude in einen Museumspark. Das Entwurfskonzept sieht die beiden Hauptbaukörper als glänzende Flusssteine, die auf einer wellenförmigen Basis – dem „Strand“ gelagert sind. Der Fluss Kama fließt durch die Stadt Perm und spielt eine zentrale Rolle in der Stadtgeschichte. Durch die Übernahme dieses Bildes wird die Verbindung des Theaters zur Historie verdeutlicht. Das Grundstück liegt an der Ul. Lenina die wie die meisten Hauptstraßen der Stadt in parallel zum Fluss verläuft, jedoch direkt am Grundstück in einem Winkel abknickt. Diese Richtungsänderung nehmen die beiden Baukörper auf und bilden eine neue gemeinsame Einheit zusammen mit dem Museum und anderen in diesem Bereich im Park liegenden Gebäuden. Der große metallene Theaterkörper schiebt sich in die Sichtachse der Straße und markiert so den neuen Kulturort. Der kleinere Konzerthausfels liegt parallel zu Fluss und Strasse, so dass sich zwischen beiden der vielfältig mit Wasserflächen gestaltete Eingangsplatz bildet. Das wellenförmige Podest leitet den Besucher in die verschiedenen verbundenen Foyerbereiche unterhalb der „Flusssteine“. Diese Basis verbindet alle Nutzungen miteinander. Von hier aus gelangen die Besucher zu den drei Sälen und über Treppenanlagen in die oberen Geschosse mit den Emporen. Hier befindet sich auch ein zweites Pausenfoyer mit Ausblick auf die Stadt mittels eines grossen urbanen Balkons als Einschnitt in den Flussstein.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Feuerwehrhaus
Reinbek

SONDERBAUTEN
FeuerwehrhausReinbek
Bauherr:Stadt Reinbek
Bruttogeschossfläche:3.000 m²
Bearbeitungszeitraum:März 2015
Standort:Reinbek, Schleswig-Holstein
offener Wettbewerb In der Verknüpfung der unterschiedlichen Funktionsbereiche scheint der Schlüssel zur Bildung des „Feuerwehr-Wir-Gefühls“ zu liegen. Es gilt durch die Überlagerung von Funktionsabläufen, wie beispielsweise beim Einsatz, den Nachbesprechungen, der Materialpflege, den öffentlichen Veranstaltung und Schulungen, der Anlieferung und der Erholung, Synergien zu gewinnen. Diese dienen als Grundlage für das Zusammenschweißen einer bunt gemischten Truppe wie die der Freiwilligen Feuerwehr Reinbek zu begreifen ist. Der Grundriss verfolgt daher das Ziel durch eine hohe Flexibilität auch den zukünftig steigenden funktionalen Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehr gerecht zu werden. Das Gebäude kann mit den Aufgaben des Alltags wachsen und bietet Raum für Transformation und Aneignung. Das Ergebnis bildet ein lebendiges Feuerwehrhaus, das in seinem alltäglichen Dasein aufgrund der zahlreichen Dynamiken zu wimmeln scheint. Eine klassische und kompakte Architektur gibt dazu den Rahmen, der die Ruhe und Souveränität der Feuerwehr zum Ausdruck bringt. Letztlich ist es das Zusammenspiel beider Kontroversen, das die Faszination „Feuerwehr“ erlebbar macht.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Ausbildungszentrum für die Bundeswehr
Hamburg

SONDERBAUTEN
Ausbildungszentrum für die BundeswehrHamburg
Gebäudeart:Schulgebäude / Erprobungs- Ausbildungs- und Programmierzentrum
Bauherr:Deutsche Bundeswehr
Bruttogeschossfläche:4.500 m²
Fertigstellung:2013
Ausbildungszentrum für die Schiffsbesatzung der Marine Das Zentrum dient der Ausbildung von Marinesoldaten. PSP erhielt den Auftrag aus einem gewonnenen VOF Verfahren. Das Zentrum befindet sich im Herz des Stützpunks. Die Funktion lässt sich von außen ablesen. Besondere Nutzungen wie der Hörsaal mit ansteigender Bestuhlung und der Radarturm prägen das Erscheinungsbild des Gebäudes. Den Auftakt vom Parkplatz bildet der 16m hohe Turm. Eine geschlossene Wandscheibe führt zum Haupteingang, hinter dem sich der Hörsaal erhebt und das Gebäude ausbuchtet. Der Baukörper ist kompakt gehalten, aufgrund der Nutzung gibt es viele geschlossene Fassadenflächen. Im Wechsel mit Ganzglasfassaden entsteht ein streng strukturierter Baukörper. Die Massivbauweise findet ihren Ausdruck in einem bunt gemischten, ortstypischen Verblender. Einschnürungen an den Flurenden gliedern den flachen Baukörper und sorgen für natürliche Belichtung an den Endpunkten der Flure. Oberlichter versorgen diese mit Tageslicht und stärken die Aufenthaltsqualität. Helle Metalleibungen und horizontale Sonnenschutzlamellen stehen in Kontrast zu dem dunklen Klinker. Ein mit Industrieglas verkleideter Gang stellt den Anschluss an den Bestand her.

Bildnachweis: Foto-Design Klaus Schreiber, Wilhelmshaven

Neuer Mohnhof, Geschäfts- und Dienstleistungszentrum
Hamburg

SONDERBAUTEN
Neuer Mohnhof, Geschäfts- und DienstleistungszentrumHamburg
Bauherr:IPB Projektgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg
Bruttogeschossfläche:12.600 m²
Fertigstellung:2010
Standort:Sachsentor 58, Hamburg-Bergedorf
Das in den 70er Jahren errichtete Kaufhaus „penndorf“ stand leer und sollte wiederbelebt werden. Es bildet den Abschluss der bergedorfer Fußgängerzone Sachsentor und liegt an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt. PSP hat das Gebäude saniert und in Teilbereichen umgebaut. Geschossweise wurden ihm neue Nutzungen zugeführt. So werden heute die ersten beiden Geschosse wieder als Verkaufsflächen, jedoch in einem wesentlich kleineren Maßstab genutzt. Eine Praxisetage mit sechs verschiedenen Einheiten ist im 2. Obergeschoss angesiedelt. Belichtet werden die kleinteiligen Strukturen durch drei eingeschnittene Innenhöfe. Den Abschluss bildet ein Kindergarten im Dachgeschoss. Ein Drittel dieses Geschosses ist nicht bebaut und wird als Außenspielfläche genutzt. Die Kubatur des Gesamtkomplexes wurde erhalten und die architektonischen Elemente wie Erker und auskragende Bauteile in das neue Konzept integriert. Neu eingeschnittene Fenster sorgen für ausreichend Belichtung der Praxis-, Büro- und Kitaflächen. Eine aufgesetzte Lüftungszentrale nimmt Bezug zu den Dächern der umliegenden Gebäude. Eine Kombination von weißen Putzflächen, dem bestehenden Rotklinker und einer vorgehängten Leichtmetallfassade aus eloxiertem Aluminium gliedern den Gebäudekomplex. Die Strukturen werden beruhigt und der Komplex ist aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln als eine Einheit wahrnehmbar.

Bildnachweis: Burkhard Katz, Hamburg

Darwineum Zoologischer Garten
Rostock

SONDERBAUTEN
Darwineum Zoologischer GartenRostock
Bauherr:Zoologischer Garten Rostock GmbH
Bruttogeschossfläche:10.000 m²
Bearbeitungszeitraum:November 2009
Standort:Zoologischer Garten, Rostock
Wettbewerb Der Neubau des Darwineums im Zoologischen Garten Rostock lädt den Besucher zu einer Zeitreise durch die Evolution ein. Diese Zeitreise beginnt bereits kurz vor dem Haupteingang mit einem symbolischen Urknall. Der Vorplatz des Gebäudes gleicht einer begehbaren Lava-Landschaft, die die Entstehung von Materie, Raum und Zeit versinnbildlicht. Entlang eines Weges, angelehnt an die Form einer DNA-Doppelhelix, wird der Besucher auf dem Evolutionspfad in die Ausstellungsbereiche geleitet. Im zweiten Bereich eröffnet sich ihm die Welt der Menschenaffen. Über Pfade, Stege und Brücken ist die Tropenhalle zu erkunden. Hier sind die Orang-Utans untergebracht. Da diese Tierart im Gegensatz zu den Gorillas auf Bäumen lebt, wurden auch die Blickwinkel und Betrachtungsebenen für den Besucher an diese höhere Position der Baumbewohner angeglichen – Affe und Mensch auf Augenhöhe. Der Besuchergang zum Innengehege der Gorillas hingegen ist ebenerdig und teilweise abgesenkt, um diese Tiere auf Bodenniveau beobachten zu können. Die Tropenhalle ist durch ein Foliendach überspannt, das sich in einzelne Segel aufteilt. Diese mit ETFE-Folie bespannten Segel sind untereinander verschachtelt und symbolisieren das Blätterdach des Urwaldes.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

HELA Technikum
Ahrensburg

FORSCHUNG | INDUSTRIE
HELA TechnikumAhrensburg
Bauherr:HELA Gewürzwerke Hermann Laue GmbH, Ahrensburg
Bruttogeschossfläche:650 m²
Fertigstellung:2008
Standort:Beimoorweg 11, Ahrensburg bei Hamburg
Technikum für das Gewürzwerk Hermann Laue Die Hermann Laue GmbH benötigte auf ihrem Betriebsgelände in Ahrensburg ein neues Technikum. Das Gebäude ist ein repräsentativer Bau zur Entwicklung und Präsentation von neuen Produkten. Es wurde an zentraler Stelle auf dem Gelände neben der Kantine errichtet. Erschlossen wird es über einen Besucherzugang im Bereich der Werkszufahrt. Der Pförtnerbereich ist an der Zufahrt in das Gebäude integriert. Auf der Rückseite des Gebäudes sind Zugänge für Lieferverkehr und Mitarbeiter vorgesehen. Herz des Gebäudes ist der Präsentationsbereich mit einer großen Experimentierküche und einem Hörsaal. Eine flexible Trennwand ermöglicht die individuelle Raumnutzung. Ein gestalteter Innenhof bringt Tageslicht ins Gebäudeinnere und bietet den Mitarbeitern einen Aufenthaltsbereich im Freien. Im Bereich Experiment und Entwicklung werden Gewürzmischungen kreiert und neue Produkte im Kundengespräch entwickelt  Hier befinden sich eine weitere Experimentierküche und Büroräume. Im Funktionsbereich werden Lebensmittel und Gewürze in Kleinstmengen bevorratet und verarbeitet. Diese Räume und das Foyer erhalten zusätzliches Tageslicht über einen eingeschnittenen Innenhof. Das Gebäude ist als eingeschossiger Massivbau konzipiert. Der zweischalige Fassadenaufbau erhält einen, dem Bestand angepassten,  roten Verblendziegel. Wohl überlegt angeordnete  Alufenster versorgen das Gebäude mit Tageslicht. Die Funktion des Gebäudes ist von außen ablesbar. Der runde Präsentationsbereich wölbt sich nach außen. Der repräsentative Charakter des Gebäudes wird durch die präzise Detaillierung gestärkt.

Bildnachweis: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Sport- und Erlebnisbad nautimo
Wilhelmshaven

SONDERBAUTEN
Sport- und Erlebnisbad nautimoWilhelmshaven
Bauherr:SWW Stadtwerke Wilhelmshaven
Bruttogeschossfläche:10.000 m²
Fertigstellung:2007
Standort:Friedenstrasse 99, Wilhelmshaven

Der durch die Stadtwerke Wilhelmshaven ausgeschriebene Auftrag bestand in der Gestaltung und Realisierung eines zeitgemäßen, funktionalen und wirtschaftlichen Freizeitbads. Bei diesem Projekt lag der Entwurfsgedanke darin, die diversen Funktionen und Bereiche des Bades optisch und logistisch zusammenzufassen und dennoch die Möglichkeit einer getrennten Nutzung zu erhalten. Die Haupterschließung erfolgt ausgehend vom Bestandsparkplatz über eine gezielte Wegeführung im Außenbereich zum zentral angeordneten Foyer. Hier kann der Besucher durch eine großzügige Glasfront bereits visuell in die Erlebniswasserwelt eintauchen. An das Foyer als zentrales Bindeglied und Verteiler sind die unterschiedlichen, klar gegliederten Nutzungsbereiche wie Umkleiden von Schwimmbad und Sauna, Physiotherapie und öffentliche Gastronomie angeschlossen. Die dem Erschließungsbereich zugewandte Lochfassade verbirgt intime Nutzungen wie Umkleiden, Dusch-/Sanitärbereiche und Behandlungsräume. Sie lässt nur gewünschte und gezielte Ein- und Ausblicke zu. Aus den weiten Hallenräumen des Schwimm-, Erlebnis- und Saunabereichs öffnen sich hingegen großflächige, raumhohe Fensterfronten im Süden und Westen mit weichen Formen und lebendigen Farben und lassen den Blick in die Gartenanlagen schweifen. Der Schwimmbadbereich umfasst mehrere Funktionen. Die insgesamt ca. 1.000 m² Wasserfläche verteilen sich auf einen großzügigen Hallenbereich mit diversen Becken und Attraktionen wie einer Wasserrutsche. Die jeweiligen Nutzungen heben sich durch unterschiedliche geometrische Formensprache von klaren Linien bis hin zu organischen Formen voneinander ab.

Gebäudeart: Schwimmbad mit Sport- und Erlebnisbecken, Sprungbecken mit 3m-Sprung-Plattform Kinderbecken, Röhrenrutsche, Außenbecken, Saunawelt und Physio-Bereich

Bildnachweis: Foto-Design Klaus Schreiber, Wilhelmshaven / Iwersen Architekten GmbH, Wilhelmshaven / PSP Architekten Ingenieure, Hamburg

Orang-Utan-Haus, Tierpark Hagenbeck
Hamburg

SONDERBAUTEN
Orang-Utan-Haus, Tierpark HagenbeckHamburg
Auftraggeber:Gemeinnützige Gesellschaft Tierpark Hagenbeck, Hamburg
Bruttogeschossfläche:1.000 m²
Fertigstellung:2004
Standort:Lokstedter Grenzstraße 2, Tierpark Hagenbeck, Hamburg

Da das in den 60er Jahren gebaute Menschenaffenhaus nicht mehr den Anforderungen einer modernen, artgerechten Tierhaltung und erst recht nicht der Erwartungshaltung eines aufgeklärten Publikums genügte, entschloss der Tierpark Hagenbeck sich zum Bau einer richtungsweisenden Anlage für Orang-Utans. Das in Hamburg herrschende Klima rechtfertigt eine Außenanlage zusätzlich zu einer Innenanlage nicht, daher wurde das neue Orang-Utan-Domizil als überdachtes Außengehege geplant. Es ist mit einer halbkugelförmigen Kuppel von 32 Metern Durchmesser, die sich zur Hälfte öffnen lässt, überdacht. Die Nacht- und Schlafplätze sowie die Räume für Futterzubereitung und die Personal- und Technikräume befinden sich im Unterbau des Kuppeltragwerks. Die Rippennetz-Kuppel ist aus Stahlprofilen aufgebaut und mit mehrlagigen ETFE-Membranen ausgefacht. Dieser stabile Fluorpolymer-Kunststoff bietet gegenüber einer Glasausfachung mehrere Vorteile. Das Folienmaterial lässt UV-Licht in den Innenraum und gewährleistet so das Pflanzenwachstum. Die Verschattung wird durch silberfarbene Punktbedruckung erreicht. Die Trennung innerhalb des Urwaldhauses zwischen Gehege und Zuschauerraum soll möglichst natürlich wirken. Es wurden dementsprechend keine Gittersysteme verwendet – als Barriere dienen Wasserflächen, Gräben, Felsenbeton und Glasscheiben. Das Gebäude wurde im Jahr 2004 vom Architekten und Ingenieurverein Hamburg als „Bauwerk des Jahres“ ausgezeichnet.

Bildnachweis: Wetzel & von Seht, Hamburg

BMW-Niederlassung Elbvororte
Hamburg

SONDERBAUTEN
BMW-Niederlassung ElbvororteHamburg
Bauherr:TACET Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf
Bruttogeschossfläche:7.800 m²
Fertigstellung:2002
Standort:Osdorfer Landstrasse 50, Hamburg-Osdorf
Strategische Überlegungen der BMW-Group zur weiteren Erschließung des Großraumes Hamburg erforderten den Bau eines neuen Filialbetriebs. Das Grundstück wurde aufgrund des äußerst günstigen Standortes an der hoch frequentierten Straßenkreuzung Flurstraße / Osdorfer Landstraße gegenüber dem Elbe-Einkaufszentrum ausgewählt. In dieser neuen Filiale der Niederlassung Hamburg erfolgt überwiegend der Verkauf von neuen Automobilen, Ersatz- und Zubehörteilen. Der geschwungene Fassadenverlauf verstärkt den dynamischen Anspruch der Automarke. Die zweigeschossige Pfosten-Riegel-Konstruktion gewährt Einblicke in den Gesamtraum der Ausstellungshalle und fungiert als großes Schaufenster. Zugleich verleiht die Nachtwirkung der großen Glasflächen mit den beleuchteten Fahrzeugen der Straßenkreuzung einen eindeutigen Charakter. In der Ausstellungshalle werden Neuwagen auf zwei Ebenen präsentiert, die durch eine gläserne Freitreppe und einen offenen Autoaufzug miteinander verbunden sind. Im Erdgeschoss befinden sich der Empfang, die Kundenannahme, der Teileverkauf, der Wartebereich für die Auslieferung der Neuwagen sowie einige Büros und Nebenräume. Im Obergeschoss sind weitere Büroräume untergebracht. Der angrenzende Gebäudeteil umfasst neben zwölf Werkstatt-Arbeitsplätzen mit Hebebühnen das Teilelager, die mechanische Instandsetzung, die Spenglerei, Nebenräume und im Obergeschoss weitere Büroräume, die über die Parkplätze des Kundenbereichs hinausragen. Im gesamten Untergeschoss befinden sich Stellplätze, östlich des Gebäudes steht zusätzlich eine Parkpalette mit fünf Ebenen. Das Gebäude wurde als Mischkonstruktion aus Stahl und Stahlbeton erstellt. 60 Prozent der Stahlbetonbauteile wurden als Halbfertigteile auf die Baustelle geliefert. Der Werkstattbereich wurde weitgehend als Stahlbau-Konstruktion errichtet. Ergänzend zur Pfosten-Riegel-Konstruktion der geschwungenen Ausstellungsfassade erhielt die restliche Fassadenfläche eine Metallwelle bzw. ein glattes Blech. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit wurde eine Wasser-Wiederaufbereitungsanlage eingebaut und die natürliche Belüftung der Räume ermöglicht.

Bildnachweis: Julian Schülke, PSP Architekten Ingenieure, Hamburg